"Weltweit einmalig": Dotchev schwärmt von Aue!

Dotchev mit Präsident Helge Leonhardt und Sportdirektor Steffen Ziffert auf dem Weg zur offiziellen Vorstellung.
Dotchev mit Präsident Helge Leonhardt und Sportdirektor Steffen Ziffert auf dem Weg zur offiziellen Vorstellung.

Notiert von Thomas Nahrendorf

Aue - Pavel Dotchev (49) als Nachfolger für Tommy Stipic (35) neuer Trainer des FC Erzgebirge - damit hatten wenige gerechnet.

Doch schnell zeichnete sich in Gesprächen ab, dass der Bulgare beim Absteiger übernimmt. Wie er MOPO24 verrät, freut er sich auf die Aufgabe, es ist ihm eine Ehre.

MOPO24: Herr Dotchev, nach zwei Jahren haben Sie wieder einen Trainerjob, wie kam es dazu?

Pavel Dotchev: „Als ich erfahren habe, dass in Aue die Möglichkeit besteht, als Trainer zu arbeiten, habe ich sofort Interesse gezeigt. Ich habe den FCE immer verfolgt, auch in letzter Zeit. Ich habe hier als Fußballer gespielt, war als Trainer da. Ich weiß, wie der Verein funktioniert, was er für die Region bedeutet. Das ist ein großer Traditionsverein. Es ist für mich eine Ehre, auch weil er eine Perspektive hat. Deshalb habe ich gesagt, ich würde es gerne machen.“

Dotchev bei seinem ersten Interview als Aue-Trainer.
Dotchev bei seinem ersten Interview als Aue-Trainer.

MOPO24: Von Vereinsseite heißt es, Ihr Konzept habe die Verantwortlichen überzeugt. Können Sie uns einen Einblick geben?

Pavel Dotchev:„Ich kann jetzt nicht alles detailliert wiederholen. Aber ich werde eine ehrliche Arbeit abliefern. Wir werden zusammen den Fans zeigen, dass wir alles tun werden, um erfolgreich zu sein. Schauen Sie: Die Mannschaft ist abgestiegen und der Verein hat 500 neue Mitglieder gewonnen.

Das ist weltweit einmalig, das zeichnet Aue aus. Ich spüre das, will das an die Spieler weitergeben. Das war, glaube ich, auch der ausschlaggebende Punkt bei den Gesprächen mit dem Präsidium. Die Verantwortlichen haben gesehen, dass ich verstehe, was die Leute hier brauchen.

Aber nicht nur das: Ich habe dreimal gezeigt, dass ich so eine Situation nach einem Abstieg meistern kann. Zweimal mit Paderborn und einmal mit Erfurt habe ich neue Mannschaften erfolgreich aufgebaut. Ich habe die Verantwortlichen überzeugt, dass ich hier her passe.“

Das neue starke Trio: Steffen Ziffert, Helge Leonhardt und Pavel Dotchev.
Das neue starke Trio: Steffen Ziffert, Helge Leonhardt und Pavel Dotchev.

MOPO24: Das ist jetzt wieder Ihre erste Herausforderung: Sie müssen eine schlagkräftige Mannschaft aufbauen.

Pavel Dotchev: „Ja, das stimmt. Als ich unterschrieben habe, hatten wir keinen Spieler unter Vertrag. Jetzt sind es fünf, andere werden in den kommenden Tagen folgen. Das wird also. Die Zeit ohne Job hat mir gut getan, ich bin nun vollgeladen mit Energie, bin motiviert. Ich bin überzeugt, wir werden Erfolg haben.“

MOPO24: Können Sie schon sagen, welche Spieler Sie aus dem alten Kader ansprechen werden, mit wem Sie weiter arbeiten möchten?

Pavel Dotchev: „Das sind einige, nicht nur zwei oder drei. Aber das wird schwierig. Viele wollen weiter zweite Liga spielen. Finanziell können wir mit Zweitligisten nicht mithalten. Die andere Seite ist: Ich möchte jetzt die Mannschaft mit jungen Spielern verändern, sodass wir langfristig mit der Mannschaft zusammenarbeiten können. Ich möchte nicht nächstes Jahr vor einem erneuten Umbruch stehen. Jetzt ist der Zeitpunkt für einen Cut. Wir legen jetzt den Grundstein für eine bessere Zukunft.“

Ist absolut begeistert von Aue: Pavel Dotchev.
Ist absolut begeistert von Aue: Pavel Dotchev.

MOPO24: Wie ist Ihr erster Eindruck von Aue?

Pavel Dotchev: „Mir gefällt es hier, ich fühle mich von der ersten Sekunde an wohl. Ich habe mir vorher auch viele Informationen über die Region eingeholt. Ich war schon mal in Erfurt Trainer. Im Nachhinein war die Zeit im Osten meine beste. Wenn du das hast, registrierst du das nicht. Wenn du es nicht mehr hast, siehst du: Das war gut.“

MOPO24: Werden Sie auch nach Aue ziehen?

Pavel Dotchev: „Ja, natürlich. Mein Hauptwohnsitz bleibt Paderborn. Aber ich werde mir in Aue in der Nähe vom Stadion eine Wohnung suchen.“

Fotos: Picture Point/Sven Sonntag


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