2. Spiel, 2. Sieg, 2. Platz für Aue: Kein Platz für Euphorie

Aue - 2. Spiel, 2. Sieg, 2. Platz! Aue hat nach dem 2:0 in Fürth nachgewaschen, gegen Wiesbaden 3:2 gewonnen und ist optimal in die neue Saison gestartet.

Dimitrij Nazarov hat abgezogen. Gleich schlägt der Ball wie an der Schnur gezogen zum zwischenzeitlichen 2:0 ein. "Dima" profitiert von der offensiven Variante mit drei Stürmern.
Dimitrij Nazarov hat abgezogen. Gleich schlägt der Ball wie an der Schnur gezogen zum zwischenzeitlichen 2:0 ein. "Dima" profitiert von der offensiven Variante mit drei Stürmern.  © DPA/Robert Michael

Die Momentaufnahme kann der FCE genießen, mehr aber auch nicht. Es ist noch viel Arbeit zu erledigen, dass wissen und sagen auch die Spieler und Verantwortlichen.

Sechs Punkte zum Start, das passierte letztmals 2013. Es herrscht daher eine gewisse Genugtuung, eine starke Vorbereitung endlich mal mit in die Saison genommen zu haben. Euphorie ist keine da.

Da bremst auch Präsident Helge Leonhardt: "Zwei Siege sind optimal. Aber wir dürfen jetzt keine Augenwischerei betreiben. Wir haben gesehen, dass noch einiges zu tun ist", spricht er mahnende Worte. Da gilt es vor allem die Passivität abzustellen, die Aue jetzt zweimal in der zweiten Hälfte an den Tag legte.

Das geht auf Dauer nicht gut, vor allem wenn das Sturmduo im kommenden Punktspiel auf der Bielefelder Alm Fabian Klos/Andreas Voglsammer heißt. Die machen die Dinger rein, die gerade Wiesbaden vorbeisemmelte.

Helge Leonhardt.
Helge Leonhardt.  © Picture Point/S. Sonntag

"Nicht ausruhen, weiter arbeiten, die Fehler analysieren und abstellen. Das können wir aber zum Glück jetzt mit sechs Punkten in der Hinterhand machen", so Leonhardt.

Auch Martin Männel hakt in dieses Thema ein. Sonst musste er oft erklären, weshalb seine Mannschaft so schwer aus den Startlöchern kam, das ist diesmal anders. Dennoch hebt der 31-Jährige nicht ab, weil auch er gesehen hat, golden ist noch nicht alles.

"Wenn ich ehrlich bin, waren beide Siege etwas glücklich. Unsere Auftaktgegner Fürth und Wiesbaden hatten viele Möglichkeiten, um die Ergebnisse auch anders zu gestalten. Insofern darf man das Ganze nicht zu hoch hängen", sagt der Keeper und fügte stolz zur Punkteausbeute an: "Die kann uns keiner mehr nehmen."

Was aber an den ersten beiden Spielen perfekt klappte, war das Angriffsspiel. "Wir spielen mit drei Stürmer und Jan Hochscheidt dahinter als offensiven Zehner. Das zahlt sich aus. Wir haben eine brutale Wucht in unseren Angriffen", sagt Dimitrij Nazarov, der mit seinen beiden Treffern bisher am meisten profitierte.

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