Ex-„Veilchen“ Rehm kehrt als Favorit zurück

Im letzten Heimspiel gegen Fortuna Köln gelang Simon Skarlatidis (l.) sein erster Punktspieltreffer für den FC Erzgebirge. Er traf zum 1:0.
Im letzten Heimspiel gegen Fortuna Köln gelang Simon Skarlatidis (l.) sein erster Punktspieltreffer für den FC Erzgebirge. Er traf zum 1:0.

Von Thomas Nahrendorf

Aue - In einem müden Kick im Hinspiel siegte die SG Sonnenhof mit 2:0. Wenn nach diesem zweiten Spieltag einer gesagt hätte, die Partie Aue gegen Großaspach ist zum Abschluss des Jahres die Partie Dritter gegen Zweiter, dem hätten man voller Mitleid gegen die Stirn getippt.

Nun ist es so. Sonnenhof-Trainer Rüdiger Rehm kommt nun sogar als Favorit.

Die Gründe liegen auf der Hand: Die SG hat drei Punkte mehr, beinahe dreimal so oft getroffen und ist ausgeruht. Während Aue das knüppelharte Pokalspiel gegen Heidenheim (0:2) mental und körperlich noch in den Knochen stecken wird, kommt Großaspach frisch in den Schacht. Aue will sie mit einer letzten Energieleistung dennoch unter Tage schicken.

„Wir wollen die Partie gewinnen. Der Blick auf die Tabelle zeigt, mit einem Sieg können wir gleichziehen und nix anderes wollen wir“, sagt Simon Skarlatidis, der im Sommer von Großaspach nach Aue wechselte. Das wäre eine optimale Ausgangslage für das Frühjahr.

Rüdiger Rehm spielte von 2003 bis 2005 in Aue, kehrt jetzt als Tabellenzweiter zurück.
Rüdiger Rehm spielte von 2003 bis 2005 in Aue, kehrt jetzt als Tabellenzweiter zurück.

„Klar freue ich mich auf die Partie, ich habe dort lange gespielt, sehe viele bekannte Gesichter wieder“, so Skarlatidis.

Eins davon ist das von SG-Trainer Rüdiger Rehm. Einst war noch „Skarlas“ Mitspieler, nun Erfolgstrainer mit Auer Vergangenheit. Von 2003 bis 2005 schnürte er seine Töppen für die „Veilchen“.

Nun kehrt er erstmals zurück. „Ich hatte hier zwei schöne Jahre. Wir waren eine coole Truppe und Gerd Schädlich für mich der perfekte Trainer“, sagt der 37-Jährige. Schön war seine Zeit auch aus einem privaten Grund: „Ich habe in Aue meine jetzige Frau kennen gelernt“, sagt er.

Deshalb ist sein Draht ins Erzgebirge auch nie abgerissen. Wem seine Schwiegereltern morgen die Daumen drücken, darüber darf spekuliert werden.

Fotos: Frank Kruczynski, imago


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