Nicky adelt Männel: "Bester Keeper der Liga"

Männel wurde nach dem Spiel von Max Wegner geherzt.
Männel wurde nach dem Spiel von Max Wegner geherzt.

Von Thomas Nahrendorf

Aue - Nach dem Abpfiff bekam Martin Männel (27) ein kleines Geschenk mit einer Tafel Kinderschokolade oben drauf. Das war für Sohn Anton, der am Freitag seinen 3. Geburtstag feierte. Der Papa legte noch drei Punkte dazu.

Der FCE-Kapitän war zum wiederholten Male der Garant, dass Aue seinen schmalen Vorsprung über die Zeit brachte. Männel ist ein absoluter Souverän. Was seine Vorderleute im Sturm versiebten, machte er hinten wieder gut.

Gerade seine Parade gegen Richard Sukuta-Pasu in der letzten Minute - einfach Sahne. „Martin ist der beste Torhüter der 3. Liga. Ich bin froh, dass er bei uns im Tor steht“, lobte Siegtorschütze Nicky Adler (30).

Martin Männel ist ein wichtiger Erfolgsgarant für den FCE.
Martin Männel ist ein wichtiger Erfolgsgarant für den FCE.

Zumindest er hat getroffen, die anderen taten sich schwer. Liegt das auch an Männel?

„Meine Frau hat zu Hause gesagt, ich halte schon im Training so stark, daher haben die Stürmer kein Selbstvertrauen“, flachste der Keeper mit einem breiten Grinsen im Gesicht. „Aber dem entgegen steht auch, dass wir nach letzter Woche wieder ein Stürmertor erzielt haben. Ich hoffe mal, dass bei Nicky der Knoten geplatzt ist und das so weitergeht.“

Fakt ist aber auch, und das sieht Männel auch so, dass Aue sehr viele Kontermöglichkeiten hatte, das zweite Tor nachzulegen.

„Das war ja nun schon zum wiederholten Mal, dass wir unsere Chancen nicht machen. Es wäre auch nicht schlimm, wenn ich hinten in den Schlusssekunden mal eins kassiere und wir trotzdem gewinnen. Aber ich bin trotzdem sehr stolz auf uns, das war wieder eine geschlossene Leistung der Mannschaft.“

Trainer Pavel Dotchev (49) gab seinem Kapitän Recht. Die Chancenverwertung lässt auch seine letzten schwarzen Haare grau werden. „Wir müssen das besser ausspielen.

Wir haben immer wieder den Platz, die Konter zu fahren. Aber wir machen ganz wenig daraus. Da müssen wir, auch in der Endphase einer Partie, konzentrierter sein.“

Auch er weiß: Immer werden diese knappen Führungen nicht halten. Auch Martin Männel wird nicht jeden Ball halten können. Zurzeit macht er das noch - zum Glück für den FC Erzgebirge.

Fotos: Picture Point/Sven Sonntag


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0