Kann sich Aue kein besseres Hotel leisten?

Das Hotel, in dem die Auer nächtigen mussten.
Das Hotel, in dem die Auer nächtigen mussten.

Von Thomas Nahrendorf

Bremen - Hoffentlich war die Nacht nicht so laut und die "Veilchen"-Kicker können am Freitagabend ausgeruht und vor allem ausgeschlafen in die Partie gegen den Tabellenletzten Werder Bremen II. gehen.

Das Mannschafsthotel der Auer liegt direkt an der viel befahrenen A1 und an der E22. Selbt am Abend ging es dort noch sehr laut zu. Die Spieler bekamen es zu hören, obwohl sie mit fast dreistündiger Verspätung eintrafen - ihr Bus stand so lange im Stau.

Viel wichtiger als das Hotel ist allerdings eine Personalie: Stürmer Max Wegner (26) stieg mit aus dem Bus aus - und das freudestrahlend. Er hat es geschafft, bei seinem Ex-Verein zumindest mit im Kader zu sein.

Es ist gerade einmal zehn Tage her, als ihn MOPO24 in der Reha in Oelsnitz/E. besuchte. "Ich hoffe schon, dass es bis dahin reicht", sagte er damals.

Hoch das Bein, hoch den Ball! Max Wegner (r., hier gegen den Ex-Auer und Jetzt-Jenaer René Klingbeil) ist wieder im FCE-Kader.
Hoch das Bein, hoch den Ball! Max Wegner (r., hier gegen den Ex-Auer und Jetzt-Jenaer René Klingbeil) ist wieder im FCE-Kader.

Doch es klang nach seiner Knie-OP Anfang Oktober eher wie ein frommer Wunsch. Doch die Physio-Abteilung des FC Erzgebirge hat tolle Arbeit geleistet und Wegner zu seinem "Heimspiel" fit bekommen.

Einsatzbereit ist er, sonst hätte ihn Trainer Pavel Dotchev (50) nicht mitgenommen. Wegner schoss im Vorjahr die kleinen Werderaner mit seinen Toren in die 3. Liga, nun also das Wiedersehen.

Ob Dotchev seinen Top-Stürmer von Beginn an spielen lässt oder lieber erst einmal auf die Bank setzt, dass ließ sich der Coach noch offen.

Eher ist die Variante Björn Kluft/Nicky Adler wahrscheinlich und Wegner lässt er in der Hinterhand. Der jedenfalls freut sich: "Riesig, dass es nach einer der OP so frühzeitig geklappt hat. Ich fühle mich gut", sagt er.

"Ich hatte tolle Jahre in Bremen, der Aufstieg war natürlich der Höhepunkt. Aber jetzt will ich mit Aue etwas von hier mitnehmen."

Und das sind keine weiß-grünen Fan-Utensilien, sondern am liebsten drei Punkte. Wenn Aue vorn dran bleiben will, wären die schon richtig gut.

Ob Veilchen-Trainer Pavel Dotchev (50) den Ex-Bremer von Beginn an auflaufen lässt, ist noch unsicher.
Ob Veilchen-Trainer Pavel Dotchev (50) den Ex-Bremer von Beginn an auflaufen lässt, ist noch unsicher.

Fotos: Picture Point/K. Kummer, Thomas Nahrendorf


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