Erzgebirge Aue akzeptiert DFB-Urteil

Von Thomas Nahrendorf

Aue - Der DFB hat den Einspruch aus dem Spiel in Großaspach (0:2) abgelehnt. Aue akzeptiert das Urteil. Doch der Verein richtet in einem offenen Brief an den Verband die Bitte, die „Rechts- und Regellücke mit dem Freistoßspray zu schließen“, wie Präsident Helge Leonhardt (56) erklärt.

„Wir haben lange überlegt, ob wir noch einmal Einspruch einlegen. Aber letztendlich rennst du von einer Instanz in die nächste, lässt Nerven und bekommst am Ende bei diesen Leuten ja doch nicht Recht“, so Leonhardt.

„Deshalb haben wir uns für diesen Weg entschieden, den Brief zu schreiben. Wir fordern den DFB auf, zu diesem Thema Stellung zu beziehen und endlich klar und eindeutig zu definieren, wie es sich mit dem Spray verhält und ob Freistöße in Tornähe angepfiffen werden müssen. Ich denke, das ist die intelligentere Lösung“, sagt der Boss.

Ohne Regel kein Regelverstoß. Das soll sich nach Forderung der Ergebirgler ändern.
Ohne Regel kein Regelverstoß. Das soll sich nach Forderung der Ergebirgler ändern.

In der Tat ist die Regel mit den Freistößen nicht genau definiert. „Und das muss sich ändern. Das ist ja auch für die Schiedsrichter wichtig.

Solch eine Situation sollte nie wieder passieren. Bisher gibt es nur eine mündliche Anweisung. Nun sollte es schriftlich niedergeschrieben werden“, fordert der FCE-Präsident.

Schiedsrichter Justus Zorn (Freiburg) hatte in Großaspach nach einem Freistoßpfiff 18 Meter vor dem Tor das Spray in der Hand, verzichtete aber aufs Sprühen. Er ließ den Freistoß schnell ausführen. Michele Rizzi traf zum 1:0.

„Zorn hat unsere Spieler mit seinem Auftreten getäuscht. Wie die Fernsehbilder deutlich zeigen, bewegt sich Martin Männel erst aus seinem Tor, als der Schiri das Spray in der Hand hält. Zudem steht er mit dem Rücken zur Mauer und springt dann urplötzlich zur Seite“, gibt Leonhardt die Szene nochmal wieder.

Einen Regelverstoß sah der DFB in seiner Urteilsbegründung nicht. Klar, wo keine ist, kann auch keine gebrochen werden. „Das kann aber nicht sein, daher unsere klare Forderung an den DFB.“

Fotos: Picture Point/S. Sonntag


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