Wegen dem Schiri? Aue-Trainer Dotchev opferte Samson

Der Wechsel Louis Samson (r.) / Mirnes Pepic war die richtige Entscheidung.
Der Wechsel Louis Samson (r.) / Mirnes Pepic war die richtige Entscheidung.  © picture point/Sven Sonntag

Aue - Eine der schlechtesten spielerischen Leistungen in dieser Saison wirft Fragen auf, gerade, was das kickende Personal betrifft.

Beim Auer 0:2 in Sandhausen waren es vor allem zwei Wechsel: Mirnes Pepic kam für Louis Samson schon nach 25 Minuten.

Dann musste Pepic (57.) wieder für Albert Bunjaku raus - das ist die Höchststrafe für einen Fußballer.

Samsons Leistung passte bis dahin. Dass es kein verletzungsbedingter Wechsel war, das war ihm anzusehen. Erst trat er wütig gegen den Arztkoffer, dann zog er die Kapuze seiner Regenjacke tief ins Gesicht, marschierte um den halben Platz, um dann lautlos in der Kabine zu verschwinden.

Auch nach der Partie ging der 21-Jährige gruß- und wortlos an den auf ihn wartenden Medien vorbei. Er war bedient, reden wollte er nicht.

Pavel Dotchev musste in Sandhausen schwere Entscheidungen treffen.
Pavel Dotchev musste in Sandhausen schwere Entscheidungen treffen.  © picture point/Sven Sonntag

Doch Trainer Pavel Dotchev brachte Licht ins Dunkel: „Louis hatte schon Gelb gesehen. Ich bekam den Hinweis, dass er gelb-rot-gefährdet ist, er konnte daher nicht mehr in die Zweikämpfe gehen, wäre wohl beim nächsten Foul geflogen“, begründet er seine Entscheidung.

Nach Dotchevs Worten hat also Schiedsrichter Christof Günsch Einfluss aufs Spiel genommen - nicht das einzige Mal an diesem Tag.

Der Trainer brachte mit Mirnes Pepic einen etwas offensiveren Sechser. Der war aber gegen die robusten Sandhäuser vor allem körperlich hoffnungslos unterlegen. Er konnte sich nie so richtig durchsetzen, hatte einige Ballverluste dabei.

Und dann kam dieses unglückliche Eigentor von Christian Tiffert zum 0:1. „Da musste ich wieder reagieren“, so Dotchev. „Ich musste für Bunjaku einen Mittelfeldspieler rausnehmen, die Wahl fiel auf Mirnes. Das werde ich ihm auch erklären, das hatte nicht nur mit seiner Leistung zu tun. Er muss das akzeptieren“, führte er aus.

„Aber es war auch kein guter Tag für ihn, wie für uns alle.“

Louis Samson sah Gelb von Schiri Christof Günsch und stand danach sogar vorm Platzverweis.
Louis Samson sah Gelb von Schiri Christof Günsch und stand danach sogar vorm Platzverweis.

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