Aue zum 14. Mal ohne Niederlage, aber wieder nur Remis

FCE-Trainer Pavel Dotchev wirkte zu Spielbeginn recht gelassen.
FCE-Trainer Pavel Dotchev wirkte zu Spielbeginn recht gelassen.

Von Thomas Nahrendorf

Cottbus - Den Punkt musst du mitnehmen, mehr war an diesem Abend vor 6047 Zuschauern nicht drin. Der FC Erzgebirge blieb zwar im 14. Mal in Folge ohne Niederlage und zum 17. Mal in dieser Saison ohne Gegentor, traf aber auch vorn wieder mal nicht.

Daher hieß es in Cottbus logischerweise 0:0. Gerade in der Offensive überbot sich Aue an Harmlosigkeit, leistete sich auch im Spielaufbau deutlich zu viele Fehler.

Es war nicht der Tag des FCE, der bei einem Lattenschuss von Manuel Zeitz (73.) zumindest das Glück auf seiner Seite hatte.

Pavel Dotchev überraschte mit seiner Aufstellung. Er verordnete Christian Tiffert eine Ruhepause, dafür spielte Mike Könnecke im Zentrum. Auch Mario Kvesic schaute zu, für ihn kam Louis Samson. Calogero Rizzuto ging für Julian Riedel auf seine angestammte Position in der Viererkette.

Harter Bodycheck: Richard Sukuta Pasu (vorn, Cottbus) und Steve Breitkreuz (Aue) geben den Ball nicht verloren.
Harter Bodycheck: Richard Sukuta Pasu (vorn, Cottbus) und Steve Breitkreuz (Aue) geben den Ball nicht verloren.

Die erste Hälfte ist schnell erzählt. Aue beschränkte sich in einem intensiven Kampfspiel gegen die verunsicherten Cottbusser rein aufs Verteidigen. Energie hatte mehr vom Spiel, wusste aber mit dem Platz nix anzufangen. Mehr als ungefährliche Distanzschüsse waren da nicht.

Aue versuchte in der Offensive kaum etwas. Die Bälle wurden hoch und weit auf den einsamen Max Wegner gespielt, der sich vorn einen Wolf lief. Zweimal zeigten die „Veilchen“, wie es gehen kann. Nach einer Rizzuto-Flanke köpfte Könnecke (16.) das Leder ans Außennetz. Kurz vor der Pause rutschte Wegner nur um Haaresbreite an einer Eingabe von Nicky Adler vorbei.

Zu Beginn der zweiten Hälfte änderte sich zunächst nicht viel. Cottbus blieb überlegen, ohne aber zwingend zu werden. Der FCE tat sich weiter im Spielaufbau enorm schwer, überbot sich an Abspielfehlern im Mittelfeld.

Ins Netz ging an diesem Spieltag weder bei Aue noch bei Cottbus etwas.
Ins Netz ging an diesem Spieltag weder bei Aue noch bei Cottbus etwas.

Und plötzlich hatte Aue trotzdem eine Chance: Der eingewechselte Christian Tiffert schlug eine Ecke, Steve Breitkreuz (67.) jagte den Ball volley aufs Tor. Uwe Möhrle verhinderte mit dem Kopf den Einschlag.

Auf der anderen Seite ließ aber auch Cottbus nicht nach und drückte auf die Tube. Als Richard Sukuta Pasu (72.) frei vor Martin Männel auftauchte, parierte dieser riesig. Den nachfolgenden Eckball donnerte Manuel Zeitz aus 18 Metern aufs Tor, der abgefälschte Schuss landete am Querbalken.

60 Sekunden später nahm Patrick Breitkreuz einen Ball volley - knapp drüber. Nun schwamm der FCE. Mittlerweile war es ein glücklicher Punkt. Auch weil die Gäste sich nicht mehr befreien konnten, sich meist selbst im Weg standen.

Fotos: Picture Point/


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