Fans helfen mit, die DFB-Geldstrafe auszugleichen

„Goodbye Old Otto“ hieß es am 29. November gegen Fortuna Köln. Mit lila Nebeltöpfen feierten die Fans Abschied vom alten Stadion. Der DFB „versüßte“ das mit einer 10.000-Euro-Strafe.
„Goodbye Old Otto“ hieß es am 29. November gegen Fortuna Köln. Mit lila Nebeltöpfen feierten die Fans Abschied vom alten Stadion. Der DFB „versüßte“ das mit einer 10.000-Euro-Strafe.

Von Thomas Nahrendorf

Aue - Blocksperrenkarte - was für ein Wort?! Mit diesem Ticket will der FC Erzgebirge ein Teil seiner 10000-Euro-Strafe durch den DFB wieder hereinholen.

Beim Stadionabschied Ende November gegen Fortuna Köln (2:0) sorgten die FCE-Fans vor der Begegnung mit einer Choreografie für Gänsehaut. Die lila Nebeltöpfe waberten minutenlang durchs Stadion. Gefallen fand das bei vielen, der Verband allerdings senkte den Daumen.

Eine saftige Geldstrafe plus zwei gesperrte Fanblöcke im Heimspiel am Sonntag gegen Würzburg waren die Folge. Der FCE war durch die Vorkommnisse im Heimspiel gegen RB Leipzig am 6. Februar 2015 auf Bewährung. Aue möchte einen Teil der Geldstrafe durch den Verkauf der symbolischen Eintrittskarte „Goodbye Old Otto“ ausgleichen.

Er war der erste Käufer der Blocksperrenkarte: Sportdirektor Steffen Ziffert.
Er war der erste Käufer der Blocksperrenkarte: Sportdirektor Steffen Ziffert.

FCE-Geschäftsführer Michael Voigt: „Im Zusammenhang mit der Geldstrafe des DFB haben wir zum Spiel am Sonntag gegen Würzburg noch weitere hohe finanzielle Einbußen, da auch zwei Blöcke für die Zuschauer gesperrt wurden. Wir hoffen, dass uns viele FCE-Anhänger mit dem Kauf einer Blocksperrenkarte unterstützen und damit den finanziellen Schaden für unseren Verein mildern helfen.“

Das Ticket ist ab sofort beim FCE-Ticketservice, im Fan-Shop und beim Fanprojekt Aue zum Stückpreis von 5 Euro erhältlich. Zudem wird es auch am Sonntag zum Heimspiel verkauft. „Es handelt sich um eine rein symbolische Karte zur Unterstützung unseres Vereins. Diese Karte berechtigt also nicht zum Spieleintritt“, so Voigt. Der erste Käufer war Sportdirektor Steffen Ziffert.

Die Aktion kommt bei den „Veilchen“-Anhänger gut an. In diversen Internet- und Facebook-Foren wird fleißig für das Projekt geworben. Sollten 2000 Anhänger solch eine Karte kaufen, hätte der Verein die Strafe rein. Alles darüber würde helfen, die finanziellen Verluste durch die gesperrten Blöcke zu mildern. Die Fans lassen ihren Verein sicher nicht im Stich.

Fotos: FCE/PR


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