Kalt wie Hundeschnauzen: Aue zerlegt Magdeburg

Führung für den FCE: Pascal Köpke schießt das 0:1 für Aue.
Führung für den FCE: Pascal Köpke schießt das 0:1 für Aue.

Von Thomas Nahrendorf

Magdeburg - Das war abgezockt, das war eiskalt, das war sehenswert. Eine kämpferisch und später auch spielerisch bärenstarke Auer Mannschaft gewann ihr Auswärtsspiel beim 1. FC Magdeburg mit 3:0 (3:0).

Vor 21812 Zuschauern zerlegten die Herren der Eiszapfenfraktion, Pascal Köpke und Simon Skarlatidis, mit ihren Toren den 1. FCM. War das vor dieser Wahnsinns-Kulisse die Reifeprüfung?

18 Minuten lang rannte Aue nur hinterher. Verursachte das, was man unbedingt verhindern wollte: Einwürfe, Freistöße, Ecken. Der FCE war von der Lautstärke im Stadion und von der Wucht der Magdeburger beeindruckt.

Der 1. FC kam mit derart viel Elan, dass einem die Spucke wegblieb. Doch dann der erste eigene Angriff: Löhmannsröben sprang im Mittelfeld unter einem Ball durch.

FCE-Trainer Pavel Dotchev hatte gut lachen: Seine Mannschaft ging als klarer Sieger aus der Partie hervor.
FCE-Trainer Pavel Dotchev hatte gut lachen: Seine Mannschaft ging als klarer Sieger aus der Partie hervor.

Skarlatidis angelte sich die Kugel, bediente Köpke, der setzte sich gegen Christopher Handke durch und hämmerte das Leder Jan Glinker durch die Hosenträger (18.).

Magdeburg antwortete wütend. Nach einem Freistoß von Nico Hammann köpfte Löhmannsröben (24.), doch Martin Männel parierte prächtig, auch den Nachschuss von Marius Sowislo angelte er sich.

Aue war unter Druck und befreite sich sehenswert.

Nach einer abgewehrten 1. FCM-Ecke waren sich Burak Altiparmak und Handke nicht einig, wer schießt. Skarlatidis sprintete dazwischen, lief 30 Meter und schickte Köpke.

Der machte das, was er am besten kann - 2:0 (38.). Und weil das Toreschießen so fetzt, legte Aue nach.

Die Fans der Veilchen setzten mit Pyrotechnik farbliche Akzente auf der Tribüne.
Die Fans der Veilchen setzten mit Pyrotechnik farbliche Akzente auf der Tribüne.

Nach einer Ecke faustete FCM-Keeper Klinker den Ball nach vorn. "Skarla" (41.) kam angerauscht und donnerte die Kugel aus 14 Metern in den Winkel. 3:0! Boar!

Drei Schüsse, drei Tore.

Zu Beginn der zweiten Hälfte dachten die FCE-Fans, sie müssten mal zündeln, hüllten das Stadion in Lila und Weiß. Schiedsrichter Guido Winkmann unterbrach für fünf Minuten. Das gibt wieder Ärger! Das war dumm!

Auf dem Rasen spulten die Erzgebirger souverän ihr Programm runter. Magdeburg hatte aufgrund des Spielstandes den Mut verloren, von der Energie der ersten 35 Minuten war nix mehr zu sehen.

Aber auch, weil Aue das hervorragend machte. Hinten machte der Gast dicht, vorn setzte er Nadelstiche. So traf Mario Kvesic (68.) mit einem Freistoß aus 18 Metern den Pfosten.

Fotos: picture point/S. Sonntag (3)


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