Köpke: Darum wollte ich nach Aue!

FCE-Boss Helge Leonhardt (r.) überreichte Pascal Köpke dessen Trikot mit der Rückennummer 14.
FCE-Boss Helge Leonhardt (r.) überreichte Pascal Köpke dessen Trikot mit der Rückennummer 14.

Von Thomas Nahrendorf

Side - Punkt Mitternacht trat er durch die Drehtür im Side Star Ressort. Die Vereins-Oberen begrüßten ihn herzlich. Die anwesenden Fans standen Spalier und klatschten Beifall. Pascal Köpke ist da!

„Wow, was für ein Empfang zu so später Stunde. Das ist ja Hammer“, staunte der 20-jährige Stürmer, der von den Erzgebirgern für ein halbes Jahr vom Karlsruher SC ausgeliehen wurde.

„Ich kann behaupten, Pascal ist mein absoluter Wunschspieler. Er besitzt die Fähigkeiten, die wir suchen: schnell, technisch stark und eiskalt vorm Tor“, freut sich Trainer Pavel Dotchev. „Ich bin froh, dass es geklappt hat. Noch am Freitag hätte ich nicht für möglich gehalten, dass er in der Nacht zum Montag schon im Hotel schläft. Da gilt auch mein Dank Präsident Helge Leonhardt, der sich da mächtig ins Zeug gelegt hat“, so der Coach.

MOPO-Redakteur und FCE-Insider Thomas Nahrendorf (r.) war einer der Ersten, der Pascal Köpke interviewen durfte. Fazit: Der Neue ist ein cooler Typ!
MOPO-Redakteur und FCE-Insider Thomas Nahrendorf (r.) war einer der Ersten, der Pascal Köpke interviewen durfte. Fazit: Der Neue ist ein cooler Typ!

Vor vier Wochen hatte Aue erstmals angefragt, doch der KSC wollte nicht. Nach weiteren Gesprächen mit Pascals Vater und Ex-DFB-Auswahlkeeper Andreas und dem KSC klappte es doch - auch weil der Stürmer unbedingt wollte.

Nun ist er da und soll den FCE Richtung Aufstieg schießen. „Ich hatte mehrere Anfragen aus der 3. Liga, doch ich wollte nach Aue, habe alle anderen sofort abgesagt“, meinte Köpke zu seinem Wechsel. „Am Ende ging alles ganz schnell. Ich bin am Sonntag von Karlsruhe nach Stuttgart gefahren, in den Flieger nach Antalya gestiegen und nun bin ich hier“, strahlte er. Jetzt heißt es für ihn, sich schnell einzuleben und Fuß zu fassen. Heute gegen Fortuna Düsseldorf II. wird er erstmals sein neues Trikot mit der Nummer 14 tragen.

Aber einer Frage muss noch gestattet sein: Wenn der Vater als Torhüter Europameister war, jetzt Bundestorwarttrainer ist, warum spielt der Stepke im Sturm? Köpke grinst.

„Das ist ganz einfach zu erklären. Wenn ich mit meinem Vater als Kind im Garten Fußball gespielt habe, ist er natürlich ins Tor und ich musste schießen. Und so bin ich Stürmer geworden.“ Logisch!

Trotz seiner Ankunft im Auer Hotel in Side erst mitten in der Nacht zuvor gab Pascal Köpke (l., gegen Björn Kluft) gestern bei seinem ersten Training mit den „Veilchen“ sofort Vollgas.
Trotz seiner Ankunft im Auer Hotel in Side erst mitten in der Nacht zuvor gab Pascal Köpke (l., gegen Björn Kluft) gestern bei seinem ersten Training mit den „Veilchen“ sofort Vollgas.

Fotos: Picture Point/Sven Sonntag


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0