Nicht 1860, nicht Prag. So machte Aue das Rennen um Kvesic!

Mario Kvesic (rotes Leibchen) bei seiner ersten Einheit als „Veilchen“.
Mario Kvesic (rotes Leibchen) bei seiner ersten Einheit als „Veilchen“.

Von Thomas Nahrendorf

Aue - 1860 München wollte ihn, hat sogar nach der Vertragsunterschrift versucht, ihn noch abzuwerben. Slavia Prag wollte ihn auch. Aue hat ihn: Mario Kvesic (23). Gestern trainierte er erstmal als „Veilchen“ mit.

Es ging in den vergangenen Tagen sehr turbulent zu für den jungen Kroaten, der von RNK Split kommt. Erst zum Training in Prag, dann in Aue. Nach dem Pokalsieg gegen Fürth stellte Präsident Helge Leonhardt (56) das Mittelfeld-Juwel vor.

Dass die Münchner Kvesic sogar noch nach seiner Zusage beim FCE haben wollten, zeigt, dass er ein recht Guter sein muss. „Ich habe Aue mein Wort gegeben, das halte ich dann auch“, sagt Kvesic.

Er sagt das auf Kroatisch, sein Nebenmann beim Interview übersetzt es: Adam Susac (26). Er kam im Juni ins Erzgebirge, kennt sich also schon ein wenig in Aue aus.

„Es ist schön, dass Adam da ist und mir hilft. Das macht das Eingewöhnen leichter. Es ist immer gut, wenn einer im Team deine Sprache spricht“, lässt er übersetzen. „Ich mache das gern, werde ihm alles zeigen“, lacht Susac. Mit Susac zusammen will er so schnell wie möglich auch unsere Muttersprache lernen.

Es habe ihm während des Probetrainings in Aue und auch beim Testspiel in Colditz (4:1) sehr gut gefallen, sagt Kvesic. Dort traf der Offensivmann auch. „Deshalb habe ich zugesagt. Ich freue mich jetzt hier zu sein. Für mich war es der richtige Schritt“, lässt er wissen.

Ob er sein Können bereits morgen gegen die Stuttgarter Kickers zeigen kann, ist noch offen. Vom kroatischen Verband liegt noch keine Spielgenehmigung vor. Trifft die nicht ein, muss er sich wie gegen Fürth auf die Tribüne setzen. „Wenn die Jungs wieder so spielen, werden wir gewinnen. Das sah gut aus.“ Mit ihm soll es noch besser aussehen.

Foto: Thomas Nahrendorf


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