Aues Torwart Männel mahnt: "32 Punkte reichen zu gar nichts"

Eine der wenigen
Möglichkeiten in den
letzten Spielen, über
sich hinauszuwachsen:
Martin Männel parierte
gegen 1860 den Heber
von Christian Gytkjaer
überragend.
Eine der wenigen Möglichkeiten in den letzten Spielen, über sich hinauszuwachsen: Martin Männel parierte gegen 1860 den Heber von Christian Gytkjaer überragend.  © Frank Kruczynski

Aue - The trend is your friend“ Die Richtung stimmt bei den „Veilchen“. Keiner holte in den letzten fünf Spielen mehr Punkte als Aue, in der Rückrunde steht Platz sechs mit 19 Punkten. Aber noch ist nichts erreicht, auch weil diese 2. Liga völlig gaga ist.

Südlich von Platz sechs ist das großes Zittern angesagt. Keiner kann sich zurücklehnen, die lila-weißen Kicker ohnehin nicht. Das sieht Kapitän Martin Männel genauso. „Im Vorjahr hat Duisburg kurz vor Schluss eine ähnliche Serie hingelegt wie wir, kam am Ende mit 32 Punkten auf Rang 16. Ich kann jetzt schon sagen, dass wird in dieser Saison zu gar nichts reichen“, weiß er.

Aue steht sechs Spieltage vor Schluss bei jenen 32 Punkten, Bielefeld als 16. bei 30, St. Pauli als 17. hat 29. Jene 32 Zähler bedeuten den sicheren Gang in die 3. Liga, da muss gar kein Konjunktiv bemüht werden.

Ein Küsschen von Ehefrau Doreen: Nach drei Zu-Null-Spielen
in Folge hat sich das Martin Männel verdient.
Ein Küsschen von Ehefrau Doreen: Nach drei Zu-Null-Spielen in Folge hat sich das Martin Männel verdient.  © picture point/Sven Sonntag

„Es haben nicht nur wir fleißig gepunktet in letzter Zeit, auch Bielefeld und St. Pauli haben das getan. Das hat dafür gesorgt, dass jetzt Mannschaften mit um den Klassenerhalt kämpfen, die im Winter noch nicht damit gerechnet haben. Würzburg zum Beispiel oder Heidenheim, ohne den Vereinen Schlechtes zu wollen, sondern um unsere Position zu verbessern. Genau das war unser Ziel“, so der Keeper.

Männel selbst hat seit dem Amtsantritt von Domenico Tedesco selten Gelegenheit gehabt, sich auszuzeichnen. Die spektakuläre Parade gegen 1860 beim Heber von Christian Gytkjaer war im Grunde die einzige Möglichkeit dazu. Ansonsten ist er mehr mit dem Spielaufbau beschäftigt. „Das zeigt, dass wir sehr, sehr gut hinten stehen.“

Das muss aber in den kommenden Partien so bleiben, auch dessen ist sich Martin Männel bewusst: „Wir sollten uns hüten, uns zurückzunehmen. Aber die Mannschaft ist so nicht. Wir sind in den letzten Wochen immer mehr aus uns herausgekommen und strotzen vor Selbstbewusstsein.“

Und genau das wollen die „Veilchen“ am Sonnabend in Nürnberg erneut zeigen.


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