Aues Adler tönt: Mit breiter Brust gegen Dynamo

Nicky Adler war beim Derbysieg in Chemnitz der gefeierte Held.
Nicky Adler war beim Derbysieg in Chemnitz der gefeierte Held.

Von Thomas Nahrendorf

Aue - Soweit die Füße trugen! Aues Siegtorschütze im Derby beim Chemnitzer FC spielte, rannte und kämpfte bis gar nichts mehr ging.

Nach 74. Minuten war für Nicky Adler (30) Schluss. Aber er war glücklich erschöpft, wie er im MOPO24-Interview verrät.

MOPO24: Das entscheidende 2:1 im Derby. Beschreiben Sie bitte mal Ihre Gefühle?

Adler: „Ich bin überwältigt, dass ich derjenige war, der den Siegtreffer erzielen durfte. Als ich Christian Tiffert rechts draußen gesehen habe, wusste ich, das Ding kommt gleich vor die Kiste. Du beißt dich in den Arsch, wenn du nicht dort stehst. Und dann kam die Flanke punktgenau, ich musste nur noch in den Ball reinfliegen. Es ist aber auch die Qualität von Christian, in solch einem Spiel so eine Flanke zu schlagen. Aber es war von allen eingesetzten Spielern eine großartige Leistung. Wir haben das Derby angenommen und verdient gewonnen.“

Mit geschwellter Brust will Aue auch im nächsten Ligaspiel gegen Dynamo bestehen.
Mit geschwellter Brust will Aue auch im nächsten Ligaspiel gegen Dynamo bestehen.

MOPO24: Mit Ihrer letzten Aktion im Spiel haben Sie sich eine gelbe Karte abgeholt. Sie waren ein Schritt zu spät. Ging nichts mehr?

Adler: „Ich habe schon Krämpfe bekommen, hatte alles gegeben. Der Trainer hat gesagt: Kein Problem, wenn einer nicht mehr kann, wird er ausgewechselt. Das nehme ich dann auch gerne wahr, ohne dass etwas zurückbleibt.“

MOPO24: Zwei Angreifertore durch Max Wegner und Sie. Ist damit auch die leidige Stürmerdebatte vom Tisch?

Adler: „Ich lasse mich auf diese Diskussion gar nicht ein. Wir haben jetzt bewiesen, dass wir es können. Man muss auch mal sehen, dass wir alle sehr gut verteidigen. Da sind wir auch ja auch beteiligt daran. Das sollten wir eher in den Vordergrund schieben. Oft hat auch ein Tor zum Erfolg gereicht.“

MOPO24: Können Sie mit dem Sieg im Rücken ruhiger in das nächste Derby gegen Dresden gehen?

Adler: „Es sind ja zwei. Erst kommt im Pokal in Taucha ein kleines, dann gegen Dynamo das riesengroße. Aber was heißt Ruhe? Wir gehen es mit Freude an. Wir haben das Selbstvertrauen, auch da zu bestehen. Wir haben mit der Ausnahme in Halle alle bisherigen Ostduelle gut gespielt, hätten vielleicht gegen Rostock oder Magdeburg eins mehr gewinnen können. Wir können die Partie auf alle Fälle mit breiter Brust angehen.“

Fotos: imago/Karina Hessland; Picture Point/Sven Sonntag


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