Bitter: Nach vier Jahren in Aue muss Nils Miatke gehen

Nils Miatke musste sich immer wieder durch die Reha kämpfen.
Nils Miatke musste sich immer wieder durch die Reha kämpfen.

Von Thomas Nahrendorf

Aue - Keine gute Nachricht für Nils Miatke: Nach vier Jahren beim FC Erzgebirge muss der 26-Jährige den Verein zum Saisonende verlassen.

„Wir haben Nils frühzeitig gesagt, dass wir nicht mit ihm über die Saison hinaus planen, dass er sich einen neuen Verein suchen kann. Er spielt in meinen Überlegungen keine Rolle mehr“, bestätigt Trainer Pavel Dotchev den Fakt.

Er sieht zwar Miatke nach seinem zweiten Kreuzbandriss vor gut 14 Monaten wieder auf dem richtigen Weg, er war auch bereits wieder im Kader, doch eine Einsatzchance bekam er noch nicht.

„Nils würde von der Kondition her sicherlich 70 oder 80 Minuten durchhalten. Aber ihm fehlt die Spielpraxis. Ich finde es nicht gut, in dieser Phase einen Spieler ins kalte Wasser zu werfen“, sagt Dotchev.

Trotzdem muss Miatke nicht um die Zukunft bangen: Halle, Erfurt und Rostock sollen Interesse angemeldet haben.
Trotzdem muss Miatke nicht um die Zukunft bangen: Halle, Erfurt und Rostock sollen Interesse angemeldet haben.

Miatke ist somit ein Opfer der fehlenden zweiten Mannschaft. Hätte er dort Praxis sammeln können, wäre vielleicht vieles anders.

Am 6. März 2015 stand Nils Miatke beim 0:3 gegen Ingolstadt zum bisher letzten Mal für die „Veilchen“ auf dem Rasen. Trotz seiner Verletzung wurde im Sommer 2015 sein Vertrag um ein weiteres Jahr verlängert. Seit Januar ist er wieder im Training, kam aber nur zu den Testspielen zum Einsatz.

Gut möglich, dass sein 36. Punktspiel für den FCE auch sein letztes war. Mit dem Pokalfinale haben die Auer noch vier Pflichtspiele in dieser Saison. Es ist eher unwahrscheinlich, dass er noch mal zum Einsatz kommen wird.

Der Außenverteidiger hofft trotzdem darauf, auch, um sich für neue Vereine anzubieten. An Interesse mangelt es nach MOPO24-Informationen nicht.

So sollen der Hallesche FC, Rot-Weiß Erfurt und auch der FC Hansa Rostock seine Fühler nach ihm ausgestreckt haben.

Fotos: Picture Point/Sven Sonntag


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