Aue-Präsident Leonhardt rechnet nicht mit einer Rettung morgen

Aues Präsident Helge Leonhardt traut seinem FC Erzgebirge am Sonntag einen Sieg gegen den 1. FC Kaiserslautern zu.
Aues Präsident Helge Leonhardt traut seinem FC Erzgebirge am Sonntag einen Sieg gegen den 1. FC Kaiserslautern zu.  © Frank Kruczynski

Aue - Das Kribbeln ist bis unters Tribünendach zu spüren. Aue ist auf der Zielgerade, hat Vorsprung und will nicht mehr straucheln.

Gegen den 1. FC Kaiserslautern kann der FC Erzgebirge am Sonntag den wohl entscheidenden Schritt zum Klassenerhalt gehen. FCE-Präsident Helge Leonhardt rechnet aber erst in Düsseldorf mit der Rettung.

„Das geht bis zur letzten Minute“, mutmaßt der 58-Jährige. „Ich traue meiner Mannschaft absolut zu, gegen Kaiserslautern den nötigen Dreier zu holen. Ich gehe aber auch davon aus, dass Bielefeld und Würzburg nicht locker lassen werden.“

Dass zum Beispiel die Armina gegen den Tabellenzweiten Braunschweig ran muss, der sich keinen Ausrutscher erlauben darf, lässt Leonhardt nicht gelten:

„Klar, auf dem Papier hat es Bielefeld schwer, aber was zählt im Fußball schon das Papier? Nichts! Wir können eh nur unsere Leistung beeinflussen und auf die konzentriert sich die Mannschaft. Wir gucken auf uns.“

In die Arbeit von Coach Domenico Tedesco (r.) hat FCE-Boss Helge Leonhardt vollstes Vertrauen.
In die Arbeit von Coach Domenico Tedesco (r.) hat FCE-Boss Helge Leonhardt vollstes Vertrauen.  © picture point/Sven Sonntag

Der Boss war in dieser Woche nah dran an der Mannschaft und stellt fest: „Es braucht keine Kampfesreden. Die Jungs wissen, worauf es ankommt. Die Stimmung ist gut, alle arbeiten sehr konzentriert. Es ist im Grunde alles so wie immer.“

Leonhardt vertraut seinem Trainerteam, das den FCE innerhalb von zwei Monaten in die Spur brachte. Daher war es für ihn auch wichtig, dass in dieser Phase nichts Verrücktes gemacht wurde: „Viele fahren in Kurztrainingslager oder machen was anderes, um sich zu pushen. Das brauchen wir nicht. Für uns zählt der normale Alltag und die draus resultierende Sicherheit.“

TAG24 hat noch ein gutes Omen ausgegraben, das Leonhardt aber sicher auch nicht hören will: Immer, wenn Aue und Bielefeld zusammen in der 2. Liga gespielt haben, hat die Arminia die Liga nach oben oder unten verlassen.

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