Riese überzeugt: "Wir sind angekommen"

Philipp Riese (ganz rechts) durfte mit seinen Kollegen den ersten Liga-Sieg bejubeln.
Philipp Riese (ganz rechts) durfte mit seinen Kollegen den ersten Liga-Sieg bejubeln.

Von Thomas Nahrendorf

Aue - Die Erleichterung war im ganzen Erzgebirge zu spüren. Mit dem 2:0 gegen die Stuttgarter Kickers holte sich der FC Erzgebirge seinen ersten Sieg in der 3. Liga. „Wir sind angekommen“, strahlte Mittelfeldmotor Philipp Riese (25).

Erkämpft, erzwungen, gewollt - das waren die Faktoren des Sieges. „Das stimmt, wir haben es erarbeitet und auch erzwungen. Wir wollten unbedingt und deshalb haben wir gewonnen. Großes Kompliment an die Mannschaft“, so Riese.

„Das zeichnet uns hier auch aus, die Leidenschaft der Leute ist super. Wenn wir so weiter machen, werden wir noch erfolgreicher spielen.“

Doch der Dauerläufer im Mittelfeld hatte trotz des Erfolges noch Kritikpunkte: „Wir hatten noch vier, fünf gute Kontersituationen. Die müssen wir noch viel besser zu Ende spielen. Dann geht das Spiel noch ganz anders aus. Aber daran werden wir arbeiten.“

Philipp Riese (rechts) herzte Björn Kluft nach dem Sieg.
Philipp Riese (rechts) herzte Björn Kluft nach dem Sieg.

Genau diese Tempogegenstöße waren einer der wenigen Kritikpunkte.

„Wir müssen den Deckel viel eher zumachen. Die Chancen dazu waren da. Dann hast du in den letzten Minuten Ruhe. So mussten wir bis kurz vor Schluss zittern“, erkannte auch FCE-Sportdirektor Steffen Ziffert (50).

„Das hat mir auch nicht gut gefallen. Wir haben die Konter nicht zu Ende gespielt“, sah Cheftrainer Pavel Dotchev (49). „Oft ist das so, wenn du solche Chancen nicht nutzt, dass du hinten Gegentore bekommst. Das war zum Glück nicht so. Deshalb freue ich mich riesig über den Sieg.“

Auch die ersten 30 Minuten waren nicht so, wie es sich der Cheftrainer vorgestellt hatte. „Wir haben nicht gut angefangen. Ich habe Probleme gesehen, wir waren zu spät, der Gegner hatte mehr vom Spiel. Wir waren nicht griffig genug, hatten da auch das nötige Glück.“

Aber: Aue konnte den Gegner überraschen. „Wir waren in der Lage, immer wieder zu explodieren, Nadelstiche zu setzen. Das hat mir sehr gut gefallen“, freut sich Dotchev.

Gemeint hat er damit das 1:0. Vom Abwurf Martin Männels bis zum Treffer von Björn Kluft (34) dauerte es gerade einmal sechs Sekunden. Mit diesem Blitz-Konter aus dem Lehrbuch hat der FCE die Kickers geschockt. Gleich die erste große Chance wurde genutzt.

Ab da lief die Partie in die richtige Richtung. Auch, weil sich Aue absolut reinkniete, kämpfte, ackerte und am Ende verdient siegte.

Fotos: Picture Point/Sven Sonntag


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