Goldenes Händchen: Dotchev wechselt den Sieg ein

Hier streckt sich Torwart Martin Männel vergeblich: 1:0 für den Gastgeber.
Hier streckt sich Torwart Martin Männel vergeblich: 1:0 für den Gastgeber.

Von Thomas Nahrendorf

Stuttgart - Puh! Was war das für ein Kraftakt! Der FCE gewann sein Gastspiel verdient beim VfB Stuttgart II mit 2:1 (0:1). Vor gerade einmal 900 Zuschauern drehte Aue die Partie durch die Tore von Mike Könnecke und Steve Breitkreuz.

Aue erlaubte sich aber zwischen der 20. und 60. Minute viel Leerlauf, machte es sich so schwerer als nötig. Erst mit der Einwechslung von Könnecke kippte die Partie. Letztlich war es ein Sieg des Willens.

Pavel Dotchev schickte die erwartete Elf ins Rennen, die dann auch sofort das Heft in die Hand nahm. Der VfB machte nicht zwingend viel für den Spielaufbau und ließ Aue kommen.

Der FCE nutzte zunächst die Räume und schickte immer wieder die schnellen Außen Simon Handle und Simon Skarlatidis. Immer wenn die Gäste das Tempo anzogen, wurde es gefährlich.

Trainer Pavel Dotchev bewies mit der Hereinnahme von Mike Könnecke ein goldenes Händchen.
Trainer Pavel Dotchev bewies mit der Hereinnahme von Mike Könnecke ein goldenes Händchen.

Die erste Chance hatte Björn Kluft (7.), der seinem Gegenspieler den Ball abluchste, aufs Tor zulief und aus 18 Metern schoss. Keeper Marius Funk parierte. Wenig später verzog Kluft aus elf Metern. Als Handle (19.) abzog und Funk klasse hielt, war es vorbei mit dem Schwung.

Die "Veilchen" spielten ab dem Moment behäbig, unkonzentriert und nahmen unverständlicherweise das Tempo raus. Dadurch wirkte alles schlichtweg zu umständlich.

Der Gegner traf mit seiner ersten Aktion: Ein Freistoß von Tobias Rathgeb von halbrechts wurde geklärt, den Abrpaller nahm Arianti Farati (26.) aus 18 Metern direkt. Der Ball saß. Danach bestimmt der FCE zwar das Spiel, brachte aber nichts Konstruktives mehr auf den Rasen, Unsicherheit machte sich breit.

"Aue erwache", sagen die 600 mitgereisten Fans zum Anpfiff der zweiten Hälfte. Ihre Lieblinge taten ihnen den gefallen erst mit der Einwechslung von Mike Könnecke (59.), der für Skarlatidis kam.

Mit ihm hatte Dotchev ein glückliches Händchen: Nach einem weiten Ball von Rizzuto gewann Könnecke den Zweikampf gegen Mario Zimmermann, zog quer zur Strafraumlinie, zog aus 16 Metern ab und traf ins lange Eck - 1:1 (62.).
Das war bis zur 87. Minute die letzte gefährliche Szene im gesamten Spiel.

Aue war zwar obenauf, schaffte es aber nicht, sich entscheidend in Szene zu setzen. Und wenn aus dem Spiel nichts geht, muss ein Standard her. Eine Ecke von Sebastian Hertner köpfte der aufgerückte Steve Breitkreuz zum Sieg ein.

Fotos: Picture Point/Sven Sonntag


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