Die große Veilchen-Bilanz: Von A wie Abstiegskampf bis Z wie Ziffert

Das Auer „Tor des Jahres“!Nicky Adler traf mit diesem herrlichen Fallrückzieher zum 1:0 gegen den FC St. Pauli.
Das Auer „Tor des Jahres“!Nicky Adler traf mit diesem herrlichen Fallrückzieher zum 1:0 gegen den FC St. Pauli.  © Worbser

Aue - Der FC Erzgebirge hat das Ziel Klassenerhalt geschafft, also war es von A bis Z eine gelungene Saison? Nein! TAG24 blickt nochmal zurück - von A wie Abstiegskampf bis Z wie Ziffert.

Abstiegskampf: Wurde im letzten Drittel erfolgreich bestritten. Vom 23. bis 34. Spieltag holte der FCE mehr Punkte (21) als in den 22 (18) zuvor.

Big Points: In der Rückrunde gewann Aue alle fünf Heimspiele gegen die direkte Konkurrenz.

Camp: Höckendorf im Sommer war in ein Notquartier. Dafür entschädigte Spanien im Winter: traumhaft, auch wenn der Trainingsplatz nicht optimal war.

Dotchev, Pavel: Er steht in den Auer Geschichtsbüchern als Aufstiegstrainer. Ab Mitte der ersten Halbserie stand er sich selbst im Weg. Nach dem 1:4 gegen Dresden machte er Schluss..

Elfmeter: In der ersten Halbserie hätte es fünf geben müssen, gab es nicht - dafür sieben in der Rückrunde, nicht jeder zwingend. Dimitrij Nazarov verwandelte alle.

Fans: Waren der 12. Mann, auf sie war Verlass. Zumindest bei den Spielen. Einige lagen mit dem Vorstand im Clinch.

Glück: Kam zurück, als es gebraucht wurde. Aber: Glück erarbeitet sich der Tüchtige.

Heimbilanz: In der Hinrunde grauenvoll - nur ein Sieg; in der Rückrunde sechs in neun Partien.

Als Keeper Martin Männel (r.), der hier gegen den Würzburger Elia Soriano rettete, nach seiner Verletzung ins Tor zurückkehrte, hatte die Auer Abwehr wieder den erforderlichen sicheren Rückhalt.
Als Keeper Martin Männel (r.), der hier gegen den Würzburger Elia Soriano rettete, nach seiner Verletzung ins Tor zurückkehrte, hatte die Auer Abwehr wieder den erforderlichen sicheren Rückhalt.  © Igor Pastierovic

Innenverteidigung: Erst mit Louis Samson, Steve Breitkreuz und Fabian Kalig als Dreierkette stand alles wie gewohnt.

Joker: Nur einer stach - Nazarov beim 2:1 gegen Heidenheim.

Köpke, Pascal: Mit zehn Treffern wieder bester Schütze.

Leistung: Stimmte meist, was in der Hinrunde nicht stimmte, war das ungestüme Stürmen.

Männel, Martin: In den zehn Spielen während seiner Verletzung bekam Aue mehr Gegentore (27) als in den 24 (25) mit ihm.

Niederlagen: Zehn nach der Hinrunde - so viel wie nie zuvor.

Oldie: Christian Tiffert war mit seinem Auge, seinem (Spiel-)Verstand unverzichtbar.

Präsident: Helge Leonhardt machte Fehler, aber viel mehr richtig. Lebte vor, was er verlangte - Wille und Opferbereitschaft.

Qualität: War immer da, ausgeschöpft wurde sie erst am Ende.

Rückstand: 20 Mal (!) lag Aue 0:1 zurück, nur ein Spiel (2:1 auf St. Pauli) konnte der FCE drehen, vier endeten remis.

Stadionbau: Die Spieler hatten anfangs Probleme damit. Als mit der Haupttribüne die Atmosphäre wieder da war, lief es.

Tedesco, Domenico: Glücksgriff! Machte von der ersten Sekunde alles richtig.

Unentschieden: Neun, das wichtigste das 2:2 in Bielefeld.

Vorstand: Gab nicht immer ein gutes Bild ab. Schoss in unpassenden Momenten. Nicht die Aktionen an sich, die Zeitpunkte waren unglücklich.

Wismut-Tugenden: Der unbändige Kampf kamen mit Tedesco zurück. Man erinnere sich nur an die Kopf-Platzwunden von Steve Breitkreuz und Fabian Kalig im KSC-Spiel.

X-beliebig Tore: Die schießt Nicky Adler nicht. Sein Fallrückzieher zum 1:0 gegen St. Pauli war es das Auer „Tor des Jahres“.

Youngster: Robert Jendrusch hatte nach der Verletzung von Männel den undankbarsten Job. Er konnte nicht gewinnen, obwohl er nicht viel falsch machte.

Ziffert, Steffen: Diese Personalie beschäftigte Aue fast ein Jahr. Egal, wer Schuld hatte: Es hätte anders gelöst werden müssen.


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0