Der Höhenflug geht weiter! Aue siegt auch in Aalen

Cebio Soukou (l.) schoss das 1:0 für die Auer.
Cebio Soukou (l.) schoss das 1:0 für die Auer.

Von Thomas Nahrendorf

Aalen - Der Höhenflug geht weiter! Mit einer insgesamt souveränen Vorstellung und einer spielerisch starken Leistung gewann der FC Erzgebirge sein Gastspiel beim VfR Aalen mit 2:0 (0:0).

Es war das zehnte Spiel in Folge ohne Niederlage, das 14. ohne Gegentor. Das ist schon imposant. Aue sichert sich damit Platz zwei. Einziger Wermutstropfen: Steve Breitkreuz, Torschütze zum 2:0, sah seine fünfte Gelbe.

Für ein Auswärtsteam war das ein ungewöhnlicher Spielverlauf. Aalen machte gar nichts, zog sich weit zurück und ließ Aue agieren. Der FCE machte das gut, der Ball lief locker und leicht durch die eigenen Reihen.

Philipp Riese und Christian Tiffert dirigierten das Geschehen, sorgten mit ständigen Seitenwechseln für Schwung. Verlorene Bälle holten sich die Auer sofort zurück. Die diesmal in Grün spielenden Gäste hatten nicht nur gefühlt 80 Prozent Ballbesitz.

Matthias Morys traf in dieser Szene den Pfosten - Glück für Aue.
Matthias Morys traf in dieser Szene den Pfosten - Glück für Aue.

Aber: Vor der Strafraumgrenze der Aalener stand eine unsichtbare Mauer. Die "Veilchen" kamen nie in die gefährliche Zone. Es fehlten immer die berühmten Millimeter, entweder beim Pass oder der Ballannahme.

Die Erzgebirger hatten nicht eine Chance. Das war alles schön anzusehen, aber ohne jegliche Effektivität.
Da Aalen nur ganz selten überhaupt über die Mittellinie kam, sahen die Zuschauer in den ersten 45 Minuten keine Strafraumszenen.

Die zweite Hälfte begann mit zwei Schrecksekunden. Nach einem Konter setzte sich VfR-Stürmer Matthias Morys (49.) gegen Julian Riedel und Steve Breitkreuz durch, donnerte die Kugel aber an den Innenpfosten. Drei Minuten später stieg er zum Kopfball hoch, scheiterte aber am glänzenden Martin Männel.

Plötzlich war in der Partie Schwung drin. Aalen spielte jetzt mit. Das wiederum war den Gästen gar nicht so unrecht, denn nun hatten sie mehr Platz - und den nutzten sie nach genau einer Stunde perfekt. Riese angelte sich im Mittelfeld das Leder, bediente Max Wegner. Der wiederum schickte Cebio Soukou steil. Der nahm die Kugel mit und lupfte sie gekonnt über Daniel Bernhardt ins lange Eck - ein großartiger Angriff!

Jetzt entwickelte sich ein hochklassiges Spiel. Aalen gab nicht auf. Morys (66.) scheiterte frei vor Männel an diesem. Wegner traf mit dem Kopf nur den Pfosten. Da war Musik drin.

Und Aue machte das clever, stellte sich nicht hinten rein, sondern gab weiter Gas und sorgte für die Entscheidung: Eine Ecke von Mario Kvesic wuchtete Steve Breitkreuz (85.) mit dem Kopf in die Maschen.

Fotos: Picture Point/Sven Sonntag


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