Wer solche Spiele gewinnt, der...

Martin Männel (l.) war im Tor wie immer ein sicherer Rückhalt.
Martin Männel (l.) war im Tor wie immer ein sicherer Rückhalt.

Von Thomas Nahrendorf

Aue - Wie fängt unsereins diese Nachbetrachtung zum 1:0-Sieg der Auer gegen die „U 23“ des VfB Stuttgart an? Wer solche Spiele gewinnt, der...?

Der Sieger des Spieltags ist Aue? Der FCE hat diese Saison schon deutlich besser gespielt? Es ist noch viel Sand im Getriebe? Im Grunde stimmen alle Fakten.

Apropos Sand im Getriebe: Irgendwer kam im Erzgebirge auf die Idee, aus dem Rasen eine Beach-Soccer-Arena zu machen. Sand gegen einen matschigen Untergrund ist gut. „Das war aber ein bisschen zu viel“, sagte Sportdirektor Steffen Ziffert.

„Uns sind dadurch schon ungewöhnlich viele Bälle versprungen“, sah Christian Tiffert.

Nicky Adler freute sich riesig über den Sieg am Sonnabend.
Nicky Adler freute sich riesig über den Sieg am Sonnabend.

„Das war schon extrem. Zudem pfiff der Wind gnadenlos durch die offene Stadionseite“, so Nicky Adler. So kam nur selten Spielfluss auf, weil der Ball oft machte, was er wollte, aber nicht, was er sollte.

Es stiebte bei jedem Schritt, bei jedem Aufsetzen des Leders.

Aber auch so war Sand im Getriebe, der Motor stotterte. Zwar kämpften und ackerten die Auer, waren aber oft zu ungenau in ihren Handlungen. Stuttgart hatte kaum Probleme, die Angriffe zu stoppen. Auf der anderen Seite hatte aber auch der FCE alles im Griff.

„Wir haben in dieser Saison schon besser gespielt und nicht gewonnen. Dieses Mal waren wir nicht so gut und haben gesiegt. Daher nehme ich die drei Punkte gern mit“, so Trainer Pavel Dotchev.

Er stellt aber auch klar: „Das gelingt in einer Saison ein, zwei Mal. Wir müssen wieder besser spielen.“

Sebastian Hertner wurde von Freundin Desiree geherzt.
Sebastian Hertner wurde von Freundin Desiree geherzt.

Den Satz, wer solche Spiele gewinnt, der steigt auf, bekam er auch zu hören. „Die nächsten Partien werden nicht einfacher, sicher noch härter. Wir werden weiter von Spiel zu Spiel denken“, wiegelte er lachend ab.

Dass Mario Kvesic zumindest den Elfmeter zum 1:0 verwandelte, ließ Aue auf Rang zwei springen. Ein direkter Aufstiegsplatz nach 23 Spieltagen!

Die „Veilchen“ waren damit die Gewinner des Wochenendes. Großaspach verlor, Magdeburg und Osnabrück spielten remis. „Der Blick auf die Tabelle zeigt, wie wichtig der Dreier war. Klar, er war dreckig. Aber wir nehmen das so mit. Drei Punkte, Mund abputzen, weiter geht es.

Nächste Woche interessiert das Wie keinen mehr“, sagte Max Wegner. Interessant wäre aber, ob nächste Woche in Aalen der Höhenflug der Erzgebirger weitergeht.

Aue ist jetzt seit neun Spielen ohne Niederlage (5 Siege/4 Remis). Wer solche Serien hinlegt, der...

Fotos: Picture Point/Sven Sonntag


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