Beim Spitzenspiel! Handle und Adler sorgen für schöne Aue-Weihnachten

Hatte alle Hände voll zu tun: Aue-Torhüter Martin Männel.
Hatte alle Hände voll zu tun: Aue-Torhüter Martin Männel.

Von Thomas Nahrendorf

Aue - Advent, Advent, ein Lichtlein brennt. Erst eins, dann zwei, dann drei, dann vier - und dann waren Simon Handle (68.) und Nicky Adler (90.) hier. Die beiden schossen ihre Lila-Weißen zum 2:0 über den Tabellenzweiten Großaspach.

Vor 7000 Zuschauern überzeugte Aue vor allem läuferisch und kämpferisch. Das war ganz stark. Die "Veilchen" überwintern punktgleich hinter der SG Sonnenhof auf Rang drei. Spitze! So geht es in entspannte Weihnachten.

Wie die Partie verlaufen würde, zeigten schon die ersten Sekunden: Großaspach stand tief, ließ Aue Raum, um bei Ballgewinn sofort umzuschalten. Doch dazu kamen die Badener zu Beginn nicht.

Der FCE hatte nach den beiden kraftraubenden Partien in einer Woche das Glück, das Tempo vorgeben zu können. Er gab nicht gleich Vollgas, sondern suchte mit langen Ballstafetten die Lücken in der Abwehr der SG. Zweimal fanden die "Veilchen" die auch.

Nach einer herrlichen Flanke von Simon Skarlatidis nahm Simon Handle (7.) die Kugel volley, Christopher Gäng parierte prächtig. Das tat er auch nach 14 Minuten: Skarlatidis wechselte mit einem langen Ball die Seiten, Handle legte für Mario Kvesic auf. Dessen Direktschuss aus 12 Metern hielt Gäng erneut super.

Simon Handle (li., Aue) und Sebastian Schiek (Großaspach).
Simon Handle (li., Aue) und Sebastian Schiek (Großaspach).

Der Auer Schwung hielt 25 Minuten. Ab da ging Großaspach früher drauf, störte den Rhythmus der Gastgeber. Die legten eine Rast ein. Bis zur Pause fehlte die Bewegung. Der Ballführende fand kaum Anspielstationen.

Die zweite Hälfte begann mit einer brutalen Szene: Timo Röttger (50.) sprang mit beiden Beinen in Skarlatidis, ohne eine Chance auf den Ball zu haben.

"Skarla" wurde rausgetragen, während Röttger erst nach wilden Auer Protesten überhaupt Gelb vom völlig überforderten Daniel Schlager sah. Dass sich der Aspacher noch beschwerte, war schon abartig.

Spielerisch fand Aue den Faden nach einer Stunde wieder. Die Jungs kämpften, ackerten und bissen sich rein. Beweis war die Führung (68.): Christian Tiffert passte auf Max Wegner, der scheiterte an Gäng. Doch der eingewechselte Nicky Adler setzte beherzt nach, flankte seitlich von der Strafraumgrenze und der kleine Handle köpfte die Kugel mit Wucht ein.

Im Anschluss spielten sich unglaubliche Szene ab. Erst hatte Handle das 2:0 (70.) auf dem Kopf, doch David Kienast klärte auf der Linie. Dann legte sich auf der Gegenseite Hontcheu Ngankam (71.) den Ball mit der Hand im Strafraum vor, verzog nur knapp. Wieder nur Sekunden später flog Kienast nach einem rüden Foul an Louis Samson mit Gelb-Rot runter. Der Sekundenzeiger drehte sich kaum weiter, da flankte Riese auf Handle, doch Gäng hielt erneut Weltklasse!

Großaspach machte in den Schlussminuten auf. Was der FCE in dieser Phase für Konterchancen liegen ließ, war einfach unglaublich. Das waren fünf Hundertprozentige in fünf Minuten! Adler erlöste seine Farben in der Nachspielzeit.

Fotos: p.p.


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