Schade! Aue scheitert an abgezockten Heidenheimern

Tor für Heidenheim: Der Ex-Auer Arne Feick (28) trifft per Kopf zum 1:0.
Tor für Heidenheim: Der Ex-Auer Arne Feick (28) trifft per Kopf zum 1:0.

Von Thomas Nahrendorf

Aue - Schade! Der FC Erzgebirge verabschiedete sich erhobenen Hauptes aus dem DFB-Pokal. In einer harten und heiß umkämpften Partie verlor Aue vor 8250 Zuschauern mit 0:2 (0:0) gegen den Zweitligisten 1. FC Heidenheim.

Die Gäste zeigten sich in der Phase kurz nach der Pause einfach abgebrühter, nutzten ihre beiden ersten und einzigen Großchancen eiskalt. Den Unterschied machte der eingewechselte Marc Schnatterer, der das erste Tor vorbereitete und das zweite sehenswert selbst schoss.

Die von Pavel Dotchev ins Rennen geschickte Stammelf legte einen nervösen Start hin. Heidenheim ging aggressiv und extrem bissig vorn drauf, störte früh und zwang Aue zu Fehlern. Erst nach gut 15 Minuten kehrte Ruhe ins Spiel ein, Aue hatte sich reingekämpft in die Partie, agierte nun selbst mit der nötigen Härte. Mit langen Ballstafetten in den eigenen Reihen schaffte es der FCE, Ordnung in Spiel zu bekommen.

Aues Skarlatidis (re.) sah Gelb - hier gegen Arne Feick (li.).
Aues Skarlatidis (re.) sah Gelb - hier gegen Arne Feick (li.).

Das gelang gut, ab da kam der Gast nur noch durch Standards gefährlich vors Männel-Tor. Aue fuhr zwei, drei gut angelegte Angriffe, konnte sich aber nicht entscheidend durchsetzen. Beide zeigten, warum sie in der Saison in ihren Ligen wenig Gegentore kassierten, aber vorn noch Reserven haben.

Die beste Chance der Gastgeber resultierte aus einem Freistoß. Den abgewehrten Ball knallte Simon Skarlatidis direkt drauf - genau vor die Füße von Steve Breitkreutz (21.). Dessen Schuss aus der Drehung ging knapp drüber. Pech hatten die Erzgebirge kurz vor der Pause. Max Wegner legte sich den Ball an Robert Strauß vorbei, der klärte als letzter Mann im Liegen mit der Hand!

Das Spiel letztendlich entschied Heidenheims Trainer Frank Schmidt, der nach der Pause mit Marc Schnatterer den Sieg einwechselte. Schnatterers erstes Meisterstück war allerdings umstritten, weil Grimaldi den Ball an den Rücken von Sebastian Hertner köpfte und dabei wohl schon im Aus stand. Die Ecke gab es trotzdem. Schnatterers Ball köpfte ausgerechnet der Ex-Auer Arne Feick (48.) ein.
Postwendend hatte der FCE die Ausgleichschance: Eine Ecke von Calogero Rizzuto nahm Skarlatidis artistisch volley. Mit einem schier unglaublichen Reflex parierte Kevin Müller das Geschoss. Das wäre es gewesen!
Im Gegenzug fiel dann schon die Entscheidung - natürlich durch Schnatterer (53.). Der nahm eine Rechtsflanke aus 13 Metern aus der Luft - ein klasse Tor!

Was stark war: Aue gab nicht auf, drängte auf den Anschluss. Aber Nicky Adler (55.) und Max Wegner (60.) vergaben ihre Chancen.

Fotos: picture point


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