Schwache Leistung: Fans pfeifen Aue bei Nullnummer aus

Max Wegner (links) setzt sich im Zweikampf durch.
Max Wegner (links) setzt sich im Zweikampf durch.

Von Thomas Nahrendorf

Aue - Das dritte torlose Unentschieden im eigenen Stadion! Aue trennte sich am Sonnabend von Holstein Kiel 0:0. Zumindest bleibt der FC Erzgebirge daheim weiterhin ohne Gegentor.

Doch was die Einheimischen den 6700 Zuschauern anboten, war über weite Strecken unterirdisch. Hätte es nicht geregnet, Holstein-Keeper Robin Zentner hätte sein Trikot sauber wieder in den Koffer legen können. Der Punkt war daher das Beste an diesem Tag.

Mit dem Halbzeitpfiff gab es erstmals in dieser Saison Pfiffe gegen die "Veilchen". Die Fans waren wenig angetan von der Leistung ihrer Lieblinge. Die war aber auch überaus dürftig. Es fehlte an fast allem. Tempo war keins im Spiel, die Bewegung fehlte, eine Idee, wie der Gegner zu knacken ist, gab es überhaupt nicht.

Simon Skarlatidis (Mitte) und seine Kollegen mussten mit Pfiffen der eigenen Fans leben.
Simon Skarlatidis (Mitte) und seine Kollegen mussten mit Pfiffen der eigenen Fans leben.

Gewonnene Bälle wurden postwendend wieder verloren, Fehlabspiele waren an der Tagesordnung. Es gab nicht eine Aktion in Tornähe! Das war schlimm anzusehen.

Rauszunehmen aus der Kritik sind von den Feldspielern die beiden Sechser Philip Riese und Louis Samson, die unaufhörlich auf Achse waren, die sich auftuenden Gräben im Mittelfeld zuzuschütten.

Kiel war die deutlich bessere Mannschaft. Holstein trat geordnet und zumindest in den ersten 30 Minuten zielstrebig auf. Die Mannen von der Ostsee hatten vier gute Chancen.

Zwei machte Martin Männel zunichte, gerade seine Parade beim abgefälschten Schuss von Fabian Schnellhardt (11.) war klasse. Einmal rettete Adam Susac (20.) gegen Siedschlag in höchster Not, der kurze Zeit später knapp verzog. Kiel hätte zur Pause führen müssen!

Was keiner für möglich gehalten hatte: Die zweite Hälfte begann noch schlechter. Kiel hatte gefühlte 80 Prozent Ballbesitz, Aue kam nicht einmal mehr geordnet über die Mittellinie.

Der FCE schaffte es nicht, die Bälle über drei, vier Meter an den Mann zu bringen. Die Holsteiner dominierten die Partie nach Belieben, machten aber aus ihren Chancen nichts. Marc Heider (51.) verzog freistehend vor Männel, auch Saliou Sane (56.) schoss drüber.

Aue kam nicht mehr rein in die Partie. Das blieb alles Stückwerk. Kiels Keeper Robin Zentner musste in der 83. Minuten den ersten Ball halten (!!!), parierte den Schuss von Simon Skarlatidis.

Pech hatte der FCE zwei Minuten zuvor, als Samson im Strafraum gelegt wurde, der schwache Schiri Lasse Koslowski (Berlin) dem Auer Gelb für eine vermeintliche Schwalbe zeigte - Fehlentscheidung.

Fotos: Picture Point/Sven Sonntag


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