Sören Bertram schießt Aue im Alleingang zum Sieg

Freude bei Doppeltorschütze Sören Bertram und Aues Coach Hannes Drews.
Freude bei Doppeltorschütze Sören Bertram und Aues Coach Hannes Drews.  © picture point/Sven Sonntag

Kaiserslautern - Aue stürmt erstmals die Festung Betzenberg! Die in gold spielenden „Veilchen“ siegten am Ende vor 16613 Zuschauern locker mit 2:0 (1:0) beim 1. FC Kaiserslautern. Pascal Köpke als genialer Vorbereiter und Doppeltorschütze Sören Bertram nahmen die Roten Teufel auf die Hörner.

Formulieren wir es mal höflich: Aue schaute sich eine halbe Stunde lang an, was die Betze-Buben da auf dem Rasen zusammenstolperten. Der FCE überließ Lautern das Feld, zog sich weit zurück, stand aber sicher.

Da kam nix durch. Was dem für FCK-Verhältnisse spärlichem Publikum auf den Zeiger ging. Sie quittierten das Spiel ihrer Mannen schon nach zehn Minuten mit Pfiffen.

Nach vorn ging bei den Golden-Boys lange Zeit nichts, weil die Bälle viel zu leicht verloren gingen. Das war im Spielaufbau häufig zu unkonzentriert - bis zu jener 30. Minute: Martin Männel warf auf rechts zu Calogero Rizzuto ab, der bediente sofort Pascal Köpke. Er zog im Sprint in die Mitte, bediente den völlig freien Bertram, der überlegt ins lange Eck einschob - von Männel bis Bertram waren das elf Sekunden - 1:0 nach einem Musterangriff.

Sören Bertram erzielte auch den Treffer zum 2:0.
Sören Bertram erzielte auch den Treffer zum 2:0.  © picture point/Sven Sonntag

Vor der Pause hätte Dimitrij Nazarov (41.) noch erhöhen können. Herrlich bedient von Rizzuto traf er aus 17 Metern den Pfosten. Da hatten die Roten Teufel Glück, im Gegenzug Aue: An einem Freistoß von Baris Atik segelte Ex-“Veilchen“ Stipe Vucur (43.) nur einen Hauch vorbei.

Aue ärgerte die Gastgeber zur Pause, ließ die Lauterer warten, kam über eine Minute zu spät auf den Rasen. Doch dann war der FCE sofort hellwach. Der zweite überragende Angriff brachte das 2:0 (48.).

Über Clemens Fandrich und Christian Tiffert kam der Ball rechts raus zu Köpke, der lief in den Strafraum und wartete auf den mitgelaufenen Bertram. Der 26-Jährige schob mit links ein - Doppelpack. Es war sein drittes Saisontor und schon der fünfte Assist für Köpke!

Die Erzgebirger hätten jetzt eigentlich ein ruhiges Spiel haben können, doch sie agierten in der Folge zu leichtsinnig. Der FCK kam so immer wieder zu einfach zu drei, vier guten Möglichkeiten. Die beste hatte der eingewechselte Lukas Spalvis (65.), der aus drei Metern Männel genau auf die Brust köpfte. Das hätte ins Auge gehen können.

Doch danach wurde es ruhig auf dem Betzenberg. Die Lautern-Fans schwiegen. Die Roten auf dem Rasen hatten sich aufgegeben. Aue spielte das am Ende locker runter. Bemerkenswert: Als Tiffert (84.) vom Feld ging, wurde der Ex-Kapitän der Roten Teufel vom Heimpublikum lautstark gefeiert.


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