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Diese Million sichert Aue das Überleben

Aue - Eine knappe Million Euro hat der FC Erzgebirge durch die Erfolge im DFB-Pokal bisher erzielt. Was macht der Verein mit dem dicken Batzen? „Das Geld ist ein Segen, das wir für die wirtschaftliche Sicherung unseres Klubs verwenden“, sagt Präsident Helge Leonhardt.
Simon Skarlatidis (v.,l.) im Zweikampf mit dem Frankfurter Haris Seferovic.
Simon Skarlatidis (v.,l.) im Zweikampf mit dem Frankfurter Haris Seferovic.

Von Thomas Nahrendorf

Aue - Eine knappe Million Euro hat der FC Erzgebirge durch die Erfolge im DFB-Pokal bisher erzielt. Was macht der Verein mit dem dicken Batzen?

„Das Geld ist ein Segen, das wir für die wirtschaftliche Sicherung unseres Klubs verwenden“, sagt Präsident Helge Leonhardt.

„Das Geld sichert uns den Etat für die laufende Saison 2015/16 aus eigener Kraft. Es sichert die Stabilität des Vereins. Wir werden damit nach Überarbeitung der Planung zum 30. 6. 2016 mit einem positiven Ergebnis aus dem Spieljahr gehen.

Das hat die Mannschaft durch ihre Erfolge geschafft und somit wesentlich zur Gesundung des Vereins nach dem bitteren Abstieg beigetragen“, freut sich der Präsident.

FCE-Boss Helge Leonhardt zeigt’s an - die Pokaleinnahmen sind für den Verein der Hammer.
FCE-Boss Helge Leonhardt zeigt’s an - die Pokaleinnahmen sind für den Verein der Hammer.

139.000 Euro gab es Antrittsprämie für die 1. Runde im DFB-Pokal. 268.000 für das Erreichen der zweiten Runde. Der Sieg gegen Eintracht Frankfurt spülte noch einmal 526.000 Euro in die Kassen.

„Die erste Runde hatten wir in der Planung drin. Die Erfolge gegen Fürth und die Eintracht sind für den Verein Gold wert. Das sind dringend benötigte Sondererträge, mit denen wir nicht planen konnten.“

Nach dem Abstieg aus der 2. Liga musste der FCE tiefe Einschnitte hinnehmen, wie Leonhardt zugibt. Der Einbruch der Fernsehgelder um fast sieben Millionen war fatal.

„Wir mussten Aue neu aufstellen, anhand der jetzt vorhandenen finanziellen Möglichkeiten neu strukturieren. Das waren gravierende Maßnahmen. Unsere Sponsoren sind den Weg mitgegangen, unsere Fans mit der Mitglieder-Aktion auch - meine Hochachtung dafür.“

Die Erfolge haben Aue auf gesündere Füße gestellt. „Alle wesentlichen Lücken sind geschlossen. Ich werde zusammen mit meinen Mitstreitern weiterhin auf eine saubere, disziplinierte Haushaltsführung schauen. Wir werden definitiv nicht abheben und Geld verschleudern.“

Sollte Aue im Achtelfinale am 15. Dezember gegen Heidenheim gewinnen, gibt es eine weitere Million. „Auch die würde in die Sicherung des Vereins gesteckt. Es werden keine Begehrlichkeiten geweckt.“

Damit zielt Leonhardt schon auf mögliche Forderungen ab, den Kader im Winter zu verstärken. „Darüber rede ich noch nicht, auch weil ich absolutes Vertrauen zum jetzigen habe. Wir werden später vielleicht über ein oder zwei neue Leute nachdenken. Ablösesummen werde ich sicherlich keine zahlen.

Wenn wir Transfers tätigen sollten, werden wir das tun wie zur Winterpause im Vorjahr. Es wird sicher nur über Leihgeschäfte gehen.“

Am Sonntag muss Aue in Taucha ran

Am Sonntag heißt es: Dynamo ausblenden und sich voll und ganz auf Taucha konzentrieren. Aue muss im Viertelfinale des Sachsenpokals zur SG.

Es ist durchaus eine knifflige Situation für den FC Erzgebirge. Jeder redet schon vom kommenden Sonnabend, wenn Dynamo im Erzgebirge aufschlägt. Doch das Derby muss raus aus den Köpfen, sonst könnte es am Rande von Leipzig böse ins Gesicht gehen.

Taucha ist ohne Sieg Letzter der Landesliga. Drei Klassen sind zwischen beiden Gegnern, viele denken da mehr oder minder an ein Spiel mit freundschaftlichem Charakter. Für Taucha ist es aber das Spiel des Jahres - mindestens.

„Keine Sorge“, sagt Simon Skarlatidis. „Wir haben die Partie auf dem Schirm. Wir werden sie voll motiviert und konzentriert angehen“, sagt der Wirbelwind. Trainer Pavel Dotchev schlägt in dieselbe Kerbe. „Ich habe gerade nach den Erfolgen der letzten Woche im DFB-Pokal gegen Frankfurt und im Punktspiel gegen Chemnitz viel mit der Mannschaft geredet. Keiner wird Taucha unterschätzen.“

Deutlich macht er das auch an seiner Aufstellung. Er wird keinerlei Experimente geben. Dotchev schickt seine derzeit stärkste Formation aufs Feld. Keiner wird geschont. Zudem soll die Elf eingespielt bleiben - für Dynamo.

Fotos: p.p./Sonntag

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