0:3 in Duisburg: Aue zeigt beschämende Leistung

Duisburg im Angriff. Drei Mal musste Aue-Keeper Martin Männel hinter sich greifen.
Duisburg im Angriff. Drei Mal musste Aue-Keeper Martin Männel hinter sich greifen.  © picture point/Sven Sonntag

Duisburg - Die Zebras sind gemütlich über ihre Wiese galoppiert und haben die "Veilchen" gefressen.

Vor 13.309 Zuschauern bot Aue in Duisburg eine desaströse Leistung, verlor auch in dieser Höhe verdient mit 0:3 (0:0).

Diese Leistung muss ausgewertet werden, sonst geht es schneller als gedacht wieder in Richtung Tabellenkeller. Bei der Ausgeglichenheit der Liga dürfen sich die „Veilchen“ nicht allzu oft solche Aussetzer erlauben.

War das ein schlechtes Spiel in den ersten 45 Minuten. Den Teams auf dem seifigen Rasen fiel ja nunmal gar nichts ein, um den Gegner in Verlegenheit zu bringen.

Null Ideen, null Tempo, null Kreativität, null Ballsicherheit - Duisburg und Aue überboten sich an groben Fehlabspielen. Wenn es auf Auer Seite mal hätte schnell gehen können, wurde kurz vor oder hinter der Mittellinie abgestoppt und hinten herum gespielt.

Dabei öffneten die Zebras immer mal wieder ihre Koppel, machten Platz, doch der FCE lief nicht hinein. Unverständlich! Jedes Wort mehr über diese Halbzeit, wäre verschenkt.

Der Doppelschlag saß: Nach dem 0:2 lief Aue (hier mit Dennis Kempe) dem MSV hinterher.
Der Doppelschlag saß: Nach dem 0:2 lief Aue (hier mit Dennis Kempe) dem MSV hinterher.  © picture point/Sven Sonntag

Was Aue betrifft, so galt das auch für Halbzeit zwei. Aber Duisburg hatte was dagegen. Nach der Pause wurde der FCE für seine gnadenlose Passivität bestraft, bog auf die Verliererstraße ein - und half noch kräftig mit. Köpke verlor in Höhe der Mittellinie den Ball. Der MSV schaltete um. Der Pass von Moritz Stoppelkamp in die Spitze war absolut ungefährlich, doch Rizzuto spitzelte die Kugel in den Lauf von Cauly Souza. Der bedankte sich frei vor Männel - 1:0 (50.).

Damit nicht genug. Beim nächsten Angriff ließen sich Nicolai Rapp und Dennis Kempe böse von Cauly verarschen. Beide rechneten mit einer Hereingabe. Mit einer Körpertäuschung ließ der Duisburger beide aussteigen, lief noch vier Schritte und zog aus 17 Metern ab. Vom Innenpfosten prallte der Ball ins Netz - 2:0 (54.).

Der Doppelschlag saß. Aue bekam den Schalter nicht mehr umgelegt, agierte nicht nur zu pomadig, sondern auch zu durchsichtig. Da war nix Überraschendes dabei. Zu keiner Zeit bekam der Zuschauer das Gefühl, der FCE könnte noch was bewegen in dieser Partie. Flekken im MSV-Tor fror sich in seinem kurzen, grünen Trikot einen Ast.

Und wenn du dann auch noch solche Gelegenheiten auslässt wie der eingewechselte Bunjaku (75.) und Köpke (77.), die beide völlig frei ihre Kopfbälle vorbei setzen, dann kommst du eben auch nicht mehr rein ins Spiel. Den Schlusspunkt setzte Boris Taschy (86.). Dreimal hätte Aue klären können, tat es nicht. So köpfte er die Hereingabe von Stoppelkamp ein.


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