Darum hat's nicht zur Auer Pokal-Sensation gereicht

Die Partie war hart umkämpft: Aues Adler (oben) und Titsch-Rivero.
Die Partie war hart umkämpft: Aues Adler (oben) und Titsch-Rivero.

Aue - Die Enttäuschung saß tief, das Aus war bitter. Auch, weil es vermeidbar war. Statt einer Million Euro Weihnachtsgeld gab es nach dem 0:2 gegen Heidenheim nur lobende Worte. Und die braucht nach so einer Schlacht eigentlich keiner.

Aue hat gekämpft, alles rausgehauen, scheiterte aber an einer abgezockten Mannschaft. Der FCE hatte vier gute Chancen, der 1. FCH zwei, Endstand 0:2.

„Das ist dann auch der Unterschied zwischen einer Drittliga-Mannschaft und einer gestandenen Zweitliga-Truppe“, erkannte Nicky Adler. Dass Schiedsrichter Guido Winkmann (Kerken) teils komisch pfiff, ließen die Auer nicht als Ausrede gelten. Gerade das 0:1 passte nicht. Adriano Grimaldi stand bei seinem Kopfball bereits im Toraus, traf dann erst Sebastian Hertner.

„Ich habe das gesehen und mich auch beschwert. Er sagte nur, er habe es nicht sehen können. Trotzdem muss man die Ecke dann besser verteidigen“, sagte Steve Breitkreuz. „Heidenheim war einfach cleverer, hat die beiden Chancen eiskalt genutzt. Wir unsere nicht. Ich hatte ja auch eine, da muss ich den Ball besser treffen“, übte der Innenverteidiger Selbstkritik.

Oft kam Aue einen Schritt zu spät...
Oft kam Aue einen Schritt zu spät...

Auch Christian Tiffert merkte, dass seine Truppe verkrampft wirkte, nicht so sicher und frisch auftrat wie noch gegen Fürth oder Frankfurt.

„Wir hätten gewinnen können, aber nicht heute“, sagte er ehrlich. „Heidenheim hat uns nicht an die Wand gespielt. Das auf keinen Fall. Aber es war abgezockter.

Die Partie war hart umkämpft, es waren viele Fouls von uns dabei. Der Gegner war immer einen Tick schneller. Wir haben zu viele Zweikämpfe verloren“, nannte er den Grund für die Niederlage.

„Es war sicher auch von FCH-Trainer Frank Schmidt so geplant, uns müde zu machen und dann Marc Schnatterer zu bringen.“ Dieser hat die Partie mit einer Vorlage und einem sehenswerten Treffer entschieden. Beide Male war Aue im entscheidenden Moment nicht wach genug.

Für Tiffert war es dann auch eine Kraftfrage: „Man muss auch mal unser Pensum sehen in den letzten Wochen. Erst Münster, dann die schwere Begegnung in Osnabrück. Wir saßen zweimal sechseinhalb Stunden im Bus und das nicht first class bei Emirates. Das merkst du dann schon, gerade bei den Zweikämpfen.“

Fotos: picture point


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