Aues Ziel: Aus dem Schacht zurück ans Licht

Der FC Erzgebirge in voller Montur vor dem Besucherbergwerk Markus Semmler in 
Bad Schlema. „Ein unfassbares Erlebnis für mich und die Spieler“, sagt Trainer 
Domenico Tedesco (l.).
Der FC Erzgebirge in voller Montur vor dem Besucherbergwerk Markus Semmler in Bad Schlema. „Ein unfassbares Erlebnis für mich und die Spieler“, sagt Trainer Domenico Tedesco (l.).  © Foto-Atelier LORENZ - Zschorlau

Aue - Jetzt hat er die Wismut-DNA eingeatmet: Domenico Tedesco ist mit seiner Mannschaft ins Besucherbergwerk Markus Semmler in Bad Schlema eingefahren, hat sich dort zeigen lassen, wie die Bergleute früher gearbeitet haben. Am Freitag soll sein Team gegen St. Pauli so malochen wie die Kumpel einst. Der Trainer will raus aus dem Schacht und zurück ans Licht.

„Das war das erste Mal“, gibt Tedesco zu. „Es war sehr kalt, sehr feucht. Trotzdem war es ein unfassbares Erlebnis für mich und die Mannschaft, durch die engen Gassen und Räume zu marschieren. Man hat einfach gesehen, was hier die DNA der Leute ist. Das war für mich wichtig, aber auch für die Spieler.“

Die Bergleute haben knüppelharte Arbeit verrichtet. Diese wollen und müssen seine Jungs heute auch wieder zeigen.

Es gilt, den Aufwärtstrend zu bestätigen. Aue ist seit drei Spielen ungeschlagen, will nun gegen Hamburg den sechsten Saisonsieg einfahren.

Hat die Wismut-DNA eingeatmet: Domenico Tedesco.
Hat die Wismut-DNA eingeatmet: Domenico Tedesco.  © DPA

Der würde zumindest über Nacht den Sprung auf Platz 15 bedeuten. Der FCE würde erstmal seit fünf Monaten nicht auf einem der letzten drei Ränge stehen. Das allein sollte Motivation genug sein.

Doch die Aufgabe ist schwer, das weiß auch Tedesco: „Es erwartet uns eine Mannschaft mit einer sehr guten individuellen Klasse. St. Pauli befindet sich für mich überraschend im Keller. Aber Hamburg zeigte zuletzt, dass es nicht dorthin gehört“, schwärmt er. „Die Mannschaft kann sich in ein Spiel hineinarbeiten. Es gilt, hellwach zu sein, alle Sinne auszufahren.“

Für ihn wird es auf die Zweikämpfe ankommen, dort sollen seine Spieler nicht zu schnell am Boden liegen. „Wir müssen eine saubere Zweikampftechnik haben, sonst gibt es viele seitliche Freistöße.“ Genau da lag trotz der vier Punkte in seinen ersten beiden Spielen das Problem.

Personell hat Tedesco alle Mann an Deck. „Auch Albert Bunjaku ist wieder voll im Training. Das ist gut für mich, ich habe Alternativen.“


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