Von der Ostsee ins Erzgebirge! Hannes Drews freut sich auf Aue

Willkommen im Schacht! Hannes Drews posiert im neuen Spielertunnel im Stadion. Am
Willkommen im Schacht! Hannes Drews posiert im neuen Spielertunnel im Stadion. Am  © Picture Point/Kerstin Kummer

Aue - Hannes Drews hat daheim in Kiel die Ostsee vor der Haustür. Er ist daher kaltes Wasser gewohnt. Heute wird er in selbiges geschmissen und muss schwimmen. Einen Tag nach seiner Vorstellung gibt der 35-Jährige in Ingolstadt seine Premiere als Cheftrainer des FC Erzgebirge.

Es gibt sicher einfachere Gegner, um seinen Kaltstart zu vollziehen. Der FCI ist gleich ein Brett. Die Schanzer wollen ihren Fehlstart korrigieren, nehmen da auf Drews bestimmt keine Rücksicht.

Aber wie wird er selbst diese Partie angehen, schließlich hat er seine Mannschaft am Freitag zum Abschlusstraining erstmals gesehen? Setzt er sich auf die Bank und lässt seinen Co. Robin Lenk die Anweisungen geben oder greift er schon selbst in Geschehen ein?

„Es wird eine Mischung aus beidem sein“, sagt Drews. „Ich werde sicherlich nicht nur da sitzen, werde auch meine Korrekturen weiter geben. Aber natürlich wird Robin mehr sagen. Er hat das Team vorbereitet. Wir werden das miteinander machen“, so Drews.

Von Kiel nach Aue: Hannes Drews fühlt sich in seinem neuen „Wohnzimmer“ schon wohl.
Von Kiel nach Aue: Hannes Drews fühlt sich in seinem neuen „Wohnzimmer“ schon wohl.  © Picture Point/Kerstin Kummer

Der Neue gibt aber gleich zu verstehen, dass er sich auf keinen Fall als großer Zampano aufspielen wird. „Das Miteinander wird nicht nur in Ingolstadt so sein, sondern immer. Robin und ich - wir sind ein Team. Wir werden alles zusammen managen, alles in Absprache mit dem kompletten Trainerteam“, erklärt er, wie er sich seine Zukunft in Aue beim Training und an der Seitenlinie vorstellt.

Präsident Helge Leonhardt gefallen diese Worte: „Genauso muss das sein“, strahlte er am Freitag. Er sieht seine Trainerschar auf einer Linie. „Hannes ist der Kapitän, er hat das letzte Wort. Robin ist der 1. Offizier. Er steht nicht dahinter, sondern neben Hannes - genauso wie Werner Schoupa und Max Urwantschky.“

Seine „Matrosen“ sind die, die es auf dem Platz richten sollen. „Die Mannschaft muss vorangehen. Wir haben jetzt eine intakte Trainerriege, die Truppe muss nun so weitermachen wie in den letzten beiden Spielen.“

Und alle gemeinsam „sollen das Schiff durch die raue See 2. Liga sicher in den Hafen führen“, so Leonhardt. Im Kieler Hafen konnte das Drews immer wieder bei den großen Kähnen beobachten, jetzt ist er selbst der Kapitän...


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