Dotchevs Forderung: „Müssen wieder brennen!“

Aufstellung.
Aufstellung.

Von Thomas Nahrendorf

Aue - Sonntag steigt er also, der tränenreiche Abschied von „Old Otto“. Das traditionelle Oval in Aue verschwindet nach dem Spiel, ein neues Stadion entsteht in zweijähriger Bauzeit. Letzter Gegner ist Fortuna Köln.

Die Fans haben sich ins Zeug gelegt, wollen mit einer großen Choreo Abschied nehmen. Doch es soll keine Trauerfeier werden, eher ein euphorischer, stimmungsvoller Akt, an dessen Ende drei Punkte auf der Auer Habenseite stehen sollen.

Doch die Fortuna wird die nicht als Geschenk im Gepäck haben, der FCE muss sie sich erkämpfen. „Ich habe Köln in Chemnitz gesehen. Dort hat Fortuna eine starke erste Hälfte gespielt. Zuvor hat sie in vier Spielen zehn Punkte geholt. Die Mannschaft ist ins Rollen gekommen. Das wird schwer“, weiß Trainer Pavel Dotchev (50).

Er fordert, nach den Derbys in Chemnitz und gegen Dresden die Konzentration hochzuhalten: „Wir müssen wieder brennen, erneut über unsere Schmerzgrenze hinausgehen. Nur dann werden wir erfolgreich sein. Und meine Jungs haben im Training gezeigt, dass sie genau das wollen.“

Ein Sieg gegen Fortuna Köln? FCE-Coach Pavel Dotchev weiß um die Schwere der Aufgabe.
Ein Sieg gegen Fortuna Köln? FCE-Coach Pavel Dotchev weiß um die Schwere der Aufgabe.

Günstig wäre auch, mal wieder in Führung zu gehen.

Das gelang in den letzten vier Spielen nicht. In Bremen ging Aue mit 0:4 baden, die folgenden Partien gegen Wiesbaden (1:1), beim CFC (2:1) und gegen Dynamo (1:1) gingen aber nicht verloren.

Dotchev: „Stimmt. Wenn wir es mal wieder schaffen könnten, selbst das 1:0 zu machen, würde vieles leichter gehen. So mussten wir immer einem Rückstand hinterherlaufen. Auf der anderen Seite hat die Truppe gezeigt, dass sie Moral hat und ein 0:1 wegstecken kann.“

Auf Seiten der Kölner kommt ein alter Bekannter: Oliver Schröder, der bis zum Sommer fünf Jahre für den FCE gekickt hatte. Er wird aber wohl zuschauen.

„Ein Spieler mit seiner Qualität müsste eigentlich spielen“, sagt Köln-Trainer Uwe Koschinat. „Oliver war aber lange verletzt und sein Konkurrent Markus Pazurek ist in Topform.“ Pech für Schröder, dass sein Chef nur einen Sechser spielen lässt ...

Fotos: Picture Point/Sven Sonntag (2)


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