RB Leipzig nach 1:0 völlig ausgepowert: "Gekämpft bis zum Gehtnichtmehr!"

Leipzig - Im elften Anlauf hat's geklappt: RB Leipzig blieb beim 1:0-Hinspielsieg im Viertelfinale der Europa League gegen Olympique Marseille das erste Mal international ohne Gegentor. Der Erfolg hat allerdings einige Körner gekostet, wie die Spieler nach der Begegnung zugeben mussten. Bitter ist der wochenlange Ausfall von Konrad Laimer.

Siegtorschütze Timo Werner jubelte mit ausgestreckten Armen über seinen Treffer.
Siegtorschütze Timo Werner jubelte mit ausgestreckten Armen über seinen Treffer.  © Picture Point/S. Sonntag

"Ich stand 15 Minuten im Eisbad", sagte Diego Demme, der kurz vor dem Ende mit einem Krampf am Boden liegen blieb. "Wir müssen jetzt erst mal wieder zu Kräften kommen", so der Mittelfeldspieler.

Siegtorschütze Timo Werner, dessen 1:0 in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit der goldene Treffer des Abends war, freute sich sichtlich über den Abpfiff. "Wir haben gekämpft bis zum Gehtnichtmehr", sagte ein ausgelaugter 22-Jähriger.

Konrad Laimer, der ein sehr gutes Spiel ablieferte und über den rechten Flügel immer wieder für Furore sorgte, musste gut eine Viertelstunde vor Spielende vom Platz. Diagnose: Muskelriss im hinteren linken Oberschenkel. Laut Vereinsangaben muss der Österreicher vier bis sechs Wochen pausieren.

Mit nur einem einzigen Torschuss auf des Gegners Kasten über die gesamten 90 Minuten verschaffte sich der deutsche Vizemeister ein schönes Polster für das Rückspiel kommenden Donnerstag in Südfrankreich.

Gulacsi: "Die Ausgangsposition ist gut, aber nicht überragend"

Hartes Stück Arbeit: Timo Werner (l., gegen Marseilles Morgan Sanson) und seinen Mitspielern hat das Match einiges an Kraft gekostet.
Hartes Stück Arbeit: Timo Werner (l., gegen Marseilles Morgan Sanson) und seinen Mitspielern hat das Match einiges an Kraft gekostet.  © Picture Point/S. Sonntag

Im gesamten zweiten Durchgang verbuchte keines der beiden Teams auch nur einen Schuss aufs Tor. Dennoch blieb die Partie offen und spannend. Es ging hin und her, eine echte Achterbahnfahrt.

Letztendlich reichte es zum knappen, aber enorm wichtigen Sieg. "Die Null war das Wichtigste", sagte Werner, der Olympique gleichzeitig auch lobte: "Man hat in Ansätzen gesehen, was sie können."

Schon am kommenden Donnerstag kann RB Leipzig eines der vier Halbfinaltickets buchen. Ein Unentschieden reicht im hitzigen Stade Velodrome, eine Niederlage mit einem Tor Unterschied und mindestens einem selbst erzielten Tor ebenfalls. "Die Ausgangsposition ist gut, aber nicht überragend", äußerte sich Torhüter Peter Gulacsi.

Die Aufgabe für das Auswärtsspiel in Marseille klingt aus dem ungarischen Mund ganz simpel: "Wir müssen auswärts genauso agieren, dann haben wir eine gute Chance."

Mannschaftsarzt Frank Striegler (l.) und Physiotherapeut Alexander Sekora (r.) begleiten Konrad Laimer stützend nach draußen. Der Rechtsverteidiger hat sich einen Muskelriss im Oberschenkel zugezogen.
Mannschaftsarzt Frank Striegler (l.) und Physiotherapeut Alexander Sekora (r.) begleiten Konrad Laimer stützend nach draußen. Der Rechtsverteidiger hat sich einen Muskelriss im Oberschenkel zugezogen.  © DPA

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