Europa-League-Spiel beim SSC Neapel: Pikante Verbindung zu RB Leipzigs Demme

Marcel Sabitzer (l.) und Diego Demme stiegen am Montag wieder ins Mannschaftstraining der Roten Bullen ein.
Marcel Sabitzer (l.) und Diego Demme stiegen am Montag wieder ins Mannschaftstraining der Roten Bullen ein.  © DPA

Leipzig - Mit dem SSC Neapel hat RB Leipzig das wohl schwerste Los in der Zwischenrunde der Europa League erwischt. Immerhin konnten die beiden Stammspieler Marcel Sabitzer und Diego Demme am Montag nach Erkältung wieder ins Training einstiegen und die Vorbereitung auf das Top-Duell mit bestreiten. Letzteren verbindet ein pikantes Detail mit dem Italo-Klub.

Am Montag schickte RB-Chefcoach Ralph Hasenhüttl seine Jungs nach zwei Tagen Kurzurlaub wieder auf den Trainingsplatz am Cottaweg. Mit dabei waren da auch wieder Marcel Sabitzer und Diego Demme, die beim 2:0-Sieg gegen den FC Augsburg am Freitag wegen einer Erkältung passen mussten.

Es begann die Vorbereitung auf das Match am Donnerstag im über 60.000 Zuschauer fassenden Stadio San Paolo. Der Gastgeber SSC Neapel, derzeit mit nur einer Niederlage aus 24 Spielen und mit zuletzt acht Ligaerfolgen in Serie Tabellenführer der Serie A, ist der härteste Brocken, den RB Leipzig in der Zwischenrunde hätte erwischen können.

RB Leipzigs Diego Demme wurde nach der argentinischen Fußball-Ikone Diego Armando Maradona benannt.
RB Leipzigs Diego Demme wurde nach der argentinischen Fußball-Ikone Diego Armando Maradona benannt.  © DPA

Wie die Roten Bullen auch stieg das Team von Trainer Maurizio Sarri als Tabellendritter der Champions League (Gruppe F) in die klassentiefere Europa League ab. Am Donnerstag müssen die Sachsen erst auswärts in Neapel ran (21.05 Uhr/Sport1 und Sky live), eine Woche später haben sie Heimrecht (19 Uhr/Sky live).

Die sächsische Messestadt verbindet mit dem SSC etwas ganz Besonderes. Denn 1989 bestritt mit dem 1. FC Lok das letzte Leipziger Team ein internationales Spiel, eben gegen den italienischen Spitzenverein. Topspieler damals: Die "Hand Gottes" Diego Maradona. Der heute 57-Jährige war übrigens Namensgeber für einen jetzigen RB-Kicker.

Die Eltern von Diego Demme benannten ihren Sohn nach dem argentinischen Weltmeister von 1986. "Mein Vater stammt aus Süditalien. Als ich auf die Welt kam, wurde Diego Armando Maradona überall verehrt – auch von meinem Vater", sagte der 26-Jährige am Montag. Emotionales Spiel also auch für den Halbitaliener.

Der deutsche Vizemeister will sich in Neapel eine gute Ausgangsposition für das Rückspiel eine Woche später in der Red Bull Arena verschaffen. "Es ist eine ganz andere Hausnummer in Neapel", sagte Kapitän Willi Orban, "aber wir trauen uns zu, dort auch zu null zu spielen." Vielleicht schreibt Diego Demme in diesem besonderen Duell ja sogar Geschichte.


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