Wieder frühes Gegentor, Rot für Kusic! Es wird frostig für Aue

Aue - Der Winter ist zurück im Erzgebirge! Die Stimmung erreicht Polarkreis-Temperaturen. Aue kommt einfach nicht mehr in den Tritt, spielte erneut unterm normalen Limit. So müssen die Veilchen nicht nur um den Klassenerhalt bangen, so wird er nicht gelingen. Der Gastgeber verlor vor enttäuschenden 7100 Zuschauern mit 0:1 (0:1) gegen den 1. FC Heidenheim.

Ja, wer hat denn nun den Ball? Die Heidenheim Niklas Dorsch und Sebastian Griesbeck nehmen Aues Jan Hochscheidt in die Zange.
Ja, wer hat denn nun den Ball? Die Heidenheim Niklas Dorsch und Sebastian Griesbeck nehmen Aues Jan Hochscheidt in die Zange.  © DPA / Robert Michael

Es war die vierte Pleite in Folge. Aus den vorangegangenen hat Aue nichts gelernt.

Zwei frühe Gegentore in Kiel, eins in Bielefeld und jetzt wieder. Erneut war es eine Einladung, die keiner abschlagen konnte.

Robert Andrich bekam zwei Meter nach der Mittellinie den Ball. Niemand aus Mittelfeld und Abwehr sah sich dazu in der Lage, sich auf Andrich zuzubewegen. So frei wie in keinem Training zog er aus 17 Metern ab - 0:1 (5.). Schon lief der FCE wieder einem Rückstand hinterher.

Der Rest der ersten Hälfte ist schnell erklärt. Die Veilchen hatten alle eine Rüttelplatte unter den Füßen, da war jeder Pass eine Zittereinlage. Kaum Bewegung, wenig Tempo, keine Zielstrebigkeit, null Struktur, viele Zufallsaktionen. Heidenheim musste nicht, Aue konnte nicht und so sah die Partie aus.

In der zweiten Hälfte riss sich der Gastgeber zumindest kämpferisch am Riemen. Spielerisch lief weiterhin so gut wie nichts zusammen. Auch, weil sich die Auer mit unglaublich vielen Abspielfehlern immer wieder selbst aus dem Rhythmus brachte.

Da waren Slapstick-Pässe dabei, da bekommen D-Junioren ihr Fett weg.

Pascal Testroet (links), der beste "Veilchen"-Torjäger ärgert sich über eine vergebene Chance.
Pascal Testroet (links), der beste "Veilchen"-Torjäger ärgert sich über eine vergebene Chance.  © DPA / Robert Michael

Es entstanden zumindest immer mal wieder Halbchancen, aber nichts, was 1. FCH-Keeper Kevin Müller Schweißperlen auf die Stirn zauberte.

Pascal Testroets Drehschuss (51.), der knapp vorbeiging, war noch das Gefährlichste.

Kurz besser wurde es nach der Hereinnahme von Philipp Zulechner (62.), der für Testroet kam. Der Österreicher hatte an seinem 29. Geburtstag zwei gute Szenen. Sein Volleyabnahme (66.) zischte ans Außennetz, sein Kopfball (69.) ging knapp drüber. Da fehlte einfach nur das Glück.

Ruhe im weiten Rund kehrte ab der 81. Minute ein. Filip Kusic unterband einen Konter gegen Denis Thomalla mit zwei gestreckten Beinen und sah Rot - zu Recht!

Danach lief gar nichts mehr. Heidenheim gewann in Aue mit einer Nicht-Leistung - und das sagt eigentlich alles. Es wird kalt und unruhig im Gebirge!

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