So schuftet Martin Männel für sein Comeback

Martin Männel schuftet im Haus 
von DFB-Physiotherapeut Klaus Eder für sein Comeback im Auer Tor. 
Martin Männel schuftet im Haus von DFB-Physiotherapeut Klaus Eder für sein Comeback im Auer Tor.   © Picture Point

Donaustauf - ein verschlafenes Nest am Rande von Regensburg. Berühmt durch die Walhalla und die Eden-Reha, das Rehazentrum von DFB-Physiotherapeut Klaus Eder. Dort schuftet FCE-Kapitän Martin Männel nach seiner Ellenbogen-OP für sein Comeback.

Die Tür geht auf im Eden und schon weht einem ein Hauch von Weltklasse entgegen. Die Wände sind tapeziert mit Trikots. Da dankt Bastian Schweinsteiger seinem Physio Klaus Eder, da hängt das Leibchen von Toni Kroos, Sami Kedira hat sich verewigt und auch Per Mertesacker. 

Klaus Eder ist der Mann, der die Weltmeister nach Verletzungen in Schwung brachte und bringt. Und dort ist auch Martin Männel. Er sitzt abgekämpft auf einer Pritsche, trinkt einen Schluck Wasser. "Schon imposant hier", lächelt er. "Hier kommt man nicht ohne Weiteres rein. Es gibt viele Bewerber", sagt er.

Martin Männel befindet sich in der Reha in sicheren Händen.
Martin Männel befindet sich in der Reha in sicheren Händen.  © Picture Point

"Ich habe das Andy Köpke zu verdanken. Er hat mich vermittelt." 

Der Bundestorwarttrainer ist nicht nur der Papa von FCE-Stürmer Pascal, sonder eben durch die Nationalmannschaft gut befreundet mit Eder. "Andy Köpke hat mir am Tag nach meiner Verletzung eine Whats App geschickt und seine Hilfe angeboten. Er hat mir die Nummer von Klaus Eder gegeben. So hat das dann hier geklappt, was mich stolz macht", so der Keeper.

Die zweite Woche ist Männel nun in Donaustauf, er fühlt sich bestens aufgehoben. Er macht seine Übungen mit Physiotherapeut Matthias Breunig. Der wickelt ein starkes Gummiband um den operierten Ellenbogen. 

"Die abgelagerten Flüssigkeiten müssen raus. Das passiert durch den Druck das Bandes. Zudem sorgt es dafür, dass neues Blut in den Körper einschießt. So wird auch das Gewebe erneuert", erklärt Männel die Übung. Dabei funkeln die Augen des 28-Jährigen. Er hat sein Ziel fest vor Augen. "Das habe ich", sagt er. 

"Ich will zurück auf den Platz. Ich habe einen gewissen Zeitraum im Kopf, aber den verrate ich nicht, ich will mich nicht zusätzlich unter Druck setzen, keine falschen Hoffnungen wecken", grinst er.

Martin Männel mit einer Hantel.
Martin Männel mit einer Hantel.  © Picture Point

Ein Ziel ist das Trainingslager vom 4. bis 13. Januar im spanischen Los Alcazerez. „Da fahre ich mit. Egal in welcher Funktion“, hat er sich vorgenommen. "Ich will bei den Jungs sein."

So ein Tag in Donaustauf ist kein Kindergeburtstag. Das beweist nicht nur das durchgeschwitzte FCE-Shirt. Von 8 bis 18 Uhr ist Martin Männel in der Eden-Reha anzutreffen. 

"Fahrradfahren, Handergometer, Behandlungen, manuelle Therapie, Strom. Das ist der Vormittag. Nachmittags geht es weiter mit Massagen und anderen Übungen. Abends bin ich dann platt und falle todmüde ins Bett." Die Fortschritte sind zu sehen, der Ellenbogen ist belastbarer, lässt sich Tag für Tag besser bewegen. 

"Es geht Schritt für Schritt vorwärts. Das ist auch gut für den Kopf, wenn man sieht, es bringt etwas."

Während Männel auch mit anderen Sportlern ins Gespräch kommt, sich austauscht, ihre Genesung beobachten kann, steigt bei ihm die Vorfreude, bald wieder ein Teil der Mannschaft zu werden.

"Darauf freue ich mich, darauf arbeite ich hin. Aber ich weiß: Es kann noch dauern."


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