"Den muss ich machen": Aues Pascal Köpke sauer auf sich selbst

Gern hätte Pascal Köpke (rechts) mit Ridge Munsy (links) auch einen eigenen Treffer gegen Düsseldorf bejubelt.
Gern hätte Pascal Köpke (rechts) mit Ridge Munsy (links) auch einen eigenen Treffer gegen Düsseldorf bejubelt.  © Picture Point / Sven Sonntag

Aue - Pascal Köpke suchte am späten Mittwochabend beim 1:2 in Düsseldorf gar nicht erst nach Entschuldigungen. Bei seiner Mega-Chance kurz vor Schluss drosch er die Kugel frei vorm leeren Tor drüber. "Klar, den muss ich machen", gab er zu.

Dem 22-Jährigen klebt das Pech am Stiefel, er belohnt sich derzeit nicht für seine Auftritte. Er lief fast elf Kilometer, ging keinem Zweikampf aus dem Weg, doch vor dem Tor fehlt(e) ihm das letzte Quäntchen. Bei seiner ersten Chance (8.) machte er alles richtig, nahm den Ball aus zwölf Metern direkt, aber Raphael Wolf parierte glänzend.

Sein zweites Brett war noch dicker. "Hätte Pascal einen Lauf, macht er den mit verbundenen Augen", sagte auch Clemens Fandrich zur Situation in der 79. Minute. Ridge Munsy hatte sich hervorragend durchgetankt, brachte den Ball scharf vors Tor; dort hatte kein Düsseldorfer Köpke auf dem Schirm, der sich im Rücken der Abwehr perfekt frei gelaufen hatte.

Pascal Köpke (vorn) schirmt den Ball vorm Düsseldorfer Jean Zimmer ab.
Pascal Köpke (vorn) schirmt den Ball vorm Düsseldorfer Jean Zimmer ab.  © Picture Point / Sven Sonntag

"Es tut schon weh, dass ich den nicht gemacht habe. Aber es war schon eklig, der Ball kommt mit gefühlten 120 km/h rein, dann springt er noch mal auf Hüfthöhe hoch. Trotzdem muss ich schauen, dass ich den irgendwie reinkriege. Dann spielst du hier 2:2", raufte sich Köpke die Haare.

Die Chancenverwertung war erneut das große Manko der Auer, doch einschüchtern lässt sich der Stürmer nicht. "Wir haben gegen den Spitzenreiter ein sehr gutes Spiel gemacht, trotzdem stehen wir mit leeren Händen da. Wir können aber mit viel Selbstvertrauen aus der Partie gehen und am Sonntag gegen Braunschweig mit breiter Brust auftreten."

Das Spiel gegen die als Aufstiegsfavorit gestarteten Niedersachsen ist für den weiteren Saisonverlauf von großer Bedeutung. Die Eintracht steht noch hinter Aue und auch mit dem Rücken zur Wand. "Wir haben noch 15 Endspiele bis zum Klassenerhalt und fangen jetzt hoffentlich mit einem Sieg an", gibt sich Köpke optimistisch. Ein Tor von ihm würde da schon helfen ...


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