Aue-Dreier mit Meyer? "Veilchen" wollen für ihren Trainer siegen

Aue - Es ist eine durchaus komplizierte Situation für André Meyer. Zum zweiten Mal sitzt er in einem Pflichtspiel für den FC Erzgebirge auf der Bank und rutscht gleich in die Chefrolle. Er vertritt seinen Bruder Daniel, der nach einem Todesfall in der Familie bei seinen Lieben zu Hause ist. André bereitet das Team auf die Partie am Sonntag gegen den SV Wehen Wiesbaden vor.

André Meyer (r.) vertritt derzeit seinen Bruder Daniel, der wegen eines Trauerfalls bei seiner Familie weilt.
André Meyer (r.) vertritt derzeit seinen Bruder Daniel, der wegen eines Trauerfalls bei seiner Familie weilt.  © Picture Point / Roger Petzsche

Er hat zusammen mit der Mannschaft nur ein Ziel: Drei Punkte für Aue, für Daniel und seine Familie. Das wird den Schmerz nicht lindern, keinesfalls.

Aber es ist genau das, was die Truppe für ihren Cheftrainer tun kann. Und das wollen alle auch.

"Es ist sicherlich eine außergewöhnliche Situation für mich", holte André Meyer tief Luft, der logischerweise selbst Teil der Familie ist.

"Aber das hatte keine Auswirkungen aufs Training. Inhaltlich haben wir mit Daniel die komplette Woche durchgeplant, den ersten Spieltag analysiert. Die Woche, wie sie gelaufen ist, war gut. Ich habe eine Mannschaft vorgefunden, die sich von der Situation hat nicht beirren lassen. Sie war sehr, sehr positiv, offen für die Inhalte, sehr zielgerichtet. Alle freuen sich auf den ersten Heimspieltag", so Co-Trainer Meyer.

Bei der Analyse des 2:0-Sieges in Fürth ist den Brüdern aufgefallen, dass Aue keine gute zweite Hälfte gespielt hat, zumindest nicht bis zur 70., 75. Minute.

Unter Daniel Meyer gelang den "Veilchen" ein erfolgreicher Saison-Auftakt, der gegen Wehen vergoldet werden soll.
Unter Daniel Meyer gelang den "Veilchen" ein erfolgreicher Saison-Auftakt, der gegen Wehen vergoldet werden soll.  © Picture Point / Sven Sonntag

"Damit waren wir nicht zufrieden. Sie war der Ausgangspunkt, wie wir die Woche gestaltet haben. Wir wissen, was wir verbessern müssen, wollen zwei gute Halbzeiten anbieten und den nächsten Dreier holen", sagt Meyer.

Mit Wiesbaden kommt ein Aufsteiger ins Erzgebirge, mit dem von Auer Seite her selten gut Kirschen essen war. Der ausgesprochene Lieblingsgegner ist es nicht.

"Der SV ist sehr kompakt, geschlossen. Wir dürfen aber auch den Gegner nicht stärker reden als er ist. Wir haben den Fokus auf unser Spiel gelegt, wollen nachlegen. Das alles mit einem vollen Stadion im Rücken", so André Meyer. Es wäre ein besonderer Dreier unter besonderen Umständen.

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