Stürmt Aue mit Dreier-Angriff zum Klassenerhalt?

Aue - Viele Fans und Experten wünschten sich von FCE-Trainer Daniel Meyer mehr Mut im Spiel - gerade in der Offensive. Beim 3:0 gegen Union Berlin hat er den 3:0 bewiesen, schickte eine 4-3-3-Formation mit drei Stürmern auf den Rasen. Das funktionierte bestens, Aue begeisterte. Wird das daher die Taktik für die restlichen Spiele der Rückrunde?

Torgarant! Pascal Testroet hat in der laufenden Serie schon elf Treffer für die Auer "Veilchen" erzielt.
Torgarant! Pascal Testroet hat in der laufenden Serie schon elf Treffer für die Auer "Veilchen" erzielt.  © Picture Point / Kerstin Dölitzsch

"Wird sicherlich häufiger vorkommen", lacht Meyer. Insgesamt lässt er sich das offen, macht es auch abhängig, wo und gegen wen die "Veilchen" spielen. Er weiß aber, dass er eine gewaltige Option mit drei Stürmern hat.

Aue war für die Berliner überhaupt nicht ausrechenbar und vor allem nicht greifbar, weil Pascal Testroet, Emmanuel Iyoha und Florian Krüger immer wieder ihre Positionen tauschten. Die Gegenspieler wussten nicht, wer auf wen zukommt. Am Ende war aber immer wieder "Paco" der Zielspieler, der die Flanken verwertete. Zweimal traf er nach starker Vorarbeit von Iyoha.

Genau jenes Positionsspiel, in das sich auch Jan Hochscheidt und Clemens Fandrich immer wieder einschalteten, war der Schlüssel gegen Berlin. So kraft- und schwungvoll haben die Erzgebirger lange nicht mehr aufgespielt.

"Wir wollten Union überraschen. Das ist gelungen", so Meyer, der von der großen Freude des Sturm-Trios sprach, endlich zusammen angreifen zu dürfen.

Auch Emmanuel Iyoha hatte zuletzt einen Lauf, ist aus FCE-Sturm aktuell nicht mehr wegzudenken.
Auch Emmanuel Iyoha hatte zuletzt einen Lauf, ist aus FCE-Sturm aktuell nicht mehr wegzudenken.  © Picture Point / Sven Sonntag

"Zuletzt war es ja so, dass ,Emma' draußen saß. Pascal und Florian hatten einen Lauf. Die Jungs wollten schon immer mal zusammenspielen, fanden das cool und haben das jetzt auch gerechtfertigt", so Meyer.

In der am Freitag beginnenden Vorbereitung hat Meyer nun Zeit, das Ganze zu verfeinern. "Wir hatten das vorher gar nicht so oft trainiert, jetzt können wir dem System noch den nötigen Schliff verpassen", sagt der 39-Jährige.

Klappt das, könnte das Trio zum Garant für den Klassenerhalt werden. Zwei bereiten wunderbar vor, eine knipst. Und derjenige, Testroet, hat jetzt schon mehr Tore (11) erzielt, als Pascal Köpke (10) in der gesamten Vorsaison.

Daher ist Köpke im Lößnitztal nur noch eine schöne Randnotiz.

Seit er wieder fit ist, überzeugt Florian Krüger hundertprozentig.
Seit er wieder fit ist, überzeugt Florian Krüger hundertprozentig.  © Picture Point / Sven Sonntag

Mehr zum Thema 2. Bundesliga:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0