Aues Baumgart mit Traumbude! "Lohn für die Arbeit"

Aue - Er holte sich in der eigenen Hälfte den Ball, stiefelte einfach los, hängte alle Wiesbadener ab, schwenkte im vollen Tempo nach innen und schlenzte den Ball mit links ins lange Eck! Ein Treffer der Marke Arjen Robben, so schön, wie gemalt. Es war Tom Baumgarts erstes Tor für den FC Erzgebirge. Ein wichtiges dazu. Es war das 3:1.

Am Boden liegend wird Tom Baumgart nach seinem Tor zum 3:1 von (v.l.) Philipp Riese, Jan Hochscheidt und Co-Trainer André Meyer gefeiert.
Am Boden liegend wird Tom Baumgart nach seinem Tor zum 3:1 von (v.l.) Philipp Riese, Jan Hochscheidt und Co-Trainer André Meyer gefeiert.  © Picture Point / Sven Sonntag

Jubelnd lief er in die Kurve, rutschte auf den Knie den Fans entgegen und wurde von seinen Mitspielern begraben.

Selbst Co-Trainer André Meyer kam im Vollsprint dazu. Eine Erlösung, dieser Treffer, für ihn, für das Team - oder doch nicht? Jedenfalls wurde das Tor vom Viedeoschiedsrichter überprüft.

"Dann hieß es warten. War ein komisches Gefühl, alle haben gejubelt und dann zeigt es die Videoleinwand an", sagte "Baumi".

"Ich hatte auch ein bisschen Angst. Ich habe beim Schuss gesehen, dass Philipp Zulechner den Ball leicht berührt hat und möglicherweise im Abseits stand. Aber umso schöner, wenn es dann zählt", grinste der 21-Jährige.

Aues Glück war, dass Zulechner nicht die Sicht des Keepers nahm und die Berührung des Leders unter dem Begriff Streifschuss durchging, er also nicht aktiv am Ball war.

Tom Baumgart wechselte aus Chemnitz zu den "Veilchen"

Kurz vor seinem Treffer bereitete Tom Baumgart mit dieser herrlichen Flanke ein Chance für Philipp Zulechner vor, der aber an Wiesbadens Keeper scheiterte.
Kurz vor seinem Treffer bereitete Tom Baumgart mit dieser herrlichen Flanke ein Chance für Philipp Zulechner vor, der aber an Wiesbadens Keeper scheiterte.  © Picture Point / Sven Sonntag

Als Baumgart vor etwas mehr als einem Jahr aus Chemnitz kam, musste er sich erst einmal hinten an stellen und sich gedulden.

In der Rückrunde blitzte sein Können dann schon immer wieder einmal auf. Seine erste Vorlag gelang beim 3:0 in Sandhausen. In den ersten beiden Partien der Saison kam er stets rein, sorgte in Fürth für einen Assist beim 2:0 durch Jan Hochscheidt und nun traf er gegen Wiesbaden selbst. Kein schlechtes Zeugnis für insgesamt 39 Minuten Spielzeit in den zwei Partien.

"Das ist natürlich der Lohn der Arbeit. Das ist ein schönes Erlebnis für mich. Das gibt mir Selbstvertrauen für die Arbeit, die ich hier Tag für Tag reinstecke. Das wird auch gewürdigt. Für mich ist das super", sprudelte es aus ihm heraus.

Jetzt heißt es für ihn dranbleiben. wer in wenigen Minuten so viel reißt auf dem Platz, bekommt sicherlich auch bald 90 Minuten dafür Zeit. Vielleicht schon am 3. Spieltag in Bielefeld.

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