Kwasniok oder Klauß: Welcher Jungspund wird Aue-Trainer?

Aue - Den Weg von Domenico Tedesco und Hannes Drews weiterführen. Aue sucht erneut diesen Trainer-Typ: Kennt noch keiner, den Fußball-Lehrer gerade eben bestanden, mit großem Fachwissen ausgestattet, hungrig und auf seine Chance wartend. Die beiden letzten Erfolgstrainer kamen aus der "U19". Auch der Neue soll dort noch beheimatet sein.

Wunschtrainer der Fans bleibt Wunschdenken, weil finanziell überhaupt nicht machbar: Jens Keller.
Wunschtrainer der Fans bleibt Wunschdenken, weil finanziell überhaupt nicht machbar: Jens Keller.  © Imago

Schaut man auf die Liste der Trainer, die im März ihre Urkunde erhalten haben, bleiben genau zwei Trainer übrig: Robert Klauß von RB Leipzig und Lukas Kwasniok vom Karlsruher SC.

Klauß war bereits im Vorjahr im Gespräch, als sich Tedesco verabschiedete. Er trainierte damals die "U23" von RB, die sich aus der Regionalliga zurückzog. Statt Coach in Aue zu werden, übernahm er die "U19" in der Junioren-Bundesliga. Nun soll er wieder in den Fokus gerückt sein. "Problem" bei Robert Klauß: Er genießt bei RB-Guru Ralf Rangnick großes Ansehen, soll bei den Bullen langfristig aufgebaut werden. Er scheint also eine Zukunft in Leipzig zu haben und wird eher den Weg weitergehen.

Bleibt also Lukas Kwasniok. Nach TAG24-Informationen aus dem Badischen soll er bereits beim KSC vorstellig geworden sein und die Vereinsführung informiert haben. Kwasniok wird am 12. Juni 37 Jahre alt, arbeitet seit vier Jahren im Nachwuchs von Aues Relegationsgegner, betreute eben zuletzt die "U19".

Lukas Kwasniok coacht derzeit die "U19" des Karlsruher SC. 2016/17 betreute er den KSC zwei Spiele als Interimstrainer in der 2. Liga.
Lukas Kwasniok coacht derzeit die "U19" des Karlsruher SC. 2016/17 betreute er den KSC zwei Spiele als Interimstrainer in der 2. Liga.  © Imago

Der im polnischen Gliwice geborene Coach schnupperte auch schon Zweitliga-Luft. In Karlsruhes Abstiegssaison 2016/17 fungierte er zwei Partien als Interimstrainer.

Damit dürfte ihn zumindest FCE-Abwehrkante Dennis Kempe kennen.

Stimmt die Konstellation, sind die Wunschtrainer der Fans eins geblieben, nämlich Wunschdenken. Jens Keller, Hannes Wolf oder auch Torsten Lieberknecht standen auf deren Liste ganz oben.

Das Trio wäre allein vom finanziellen Aspekt her nicht machbar gewesen. Außerdem sind sie nicht darauf angewiesen, Aue als Sprungbrett zu nutzen. Sie haben bereits einen Namen. Der FCE wird in naher Zukunft ein Ausbildungsverein für junge Trainer bleiben - und das ist gut so. Hat zweimal schon bombig geklappt.

Robert Klauß arbeitet erfolgreich als "U19!-Trainer bei RB Leipzig.
Robert Klauß arbeitet erfolgreich als "U19!-Trainer bei RB Leipzig.  © Picture Point / Roger Petzsche