Kann Aue den "Schulterschluss" gegen Bochum vergolden?

Aue - Kampf, Wille Zusammenhalt! Das sind die Tugenden, die Aue meist auszeichnen. Das klappte in dieser Saison nicht immer. Mannschaft und Fans, das war oft wie eine Art Hassliebe. In Hamburg ist der Schulterschluss gelungen. So darf es nicht nur weitergehen, so muss es weitergehen. Am Sonntag kommt Bochum, der VfL muss das neue Selbstverständnis aller Veilchen spüren.

Die Qualitäten von Philipp Riese sind gegen Bochum wieder gefragt.
Die Qualitäten von Philipp Riese sind gegen Bochum wieder gefragt.  © Picture Point / Sven Sonntag

Das 1:1 im Volkspark feierten 6000 FCE-Fans. Jetzt soll der Zähler vergoldet werden. So viele waren selten auswärts mit. Das wird auch in naher Zukunft nicht mehr passieren.

"Das war schon cool", sagt Abwehrspieler.

"Das hat schon enorm gepusht, wenn hinter dir alles bebt. Klar, Hamburg war für alles etwas Besonderes. Aber genau hier hat man gesehen, was möglich ist, wenn alle zusammenhalten. Wir haben uns in Hamburg die paar Prozente geholt, die uns in den Partien davor gefehlt haben. Wir haben über 90 Minuten einen großen Fight geliefert "

Und jene Prozente, das waren eben die Fans. "diese Stimmung müssen wir in die letzten vier Spiele mitnehmen, dann werden wir noch den einen oder anderen Punkt holen", so Kalig.

Aue fängt am besten schon am Sonntag gegen Bochum damit an. Keiner will wieder übermäßig bis zum Schluss oder gar darüberhinaus bibbern. Das Hinspiel verlor der FCE nach früher Führung durch Pascal Testroet noch mit 1:2 durch einen Doppelpack von Tom Weilandt, der Siegtreffer für den VfL fiel mit dem Abpfiff (TAG24 berichtete).

Fabian Kalig (l.) klärt vor Manuel Wintzheimer. Können Kalig und Co. an die Leistung beim HSV anknüpfen, dürfte keinem Bange sein.
Fabian Kalig (l.) klärt vor Manuel Wintzheimer. Können Kalig und Co. an die Leistung beim HSV anknüpfen, dürfte keinem Bange sein.  © Picture Point / Sven Sonntag

Darauf hoffen, dass Bochum mit 39 Zählern durch ist und daher die Beine hebt, sollte keiner.

Gerade diese Teams sind unbequem, weil sie unbeschwert aufspielen können. Geht man aber solch eine Truppe richtig heftig an, könnte die Bereitschaft, sich zu wehren, gen Null gehen.

Weil: Jetzt noch verletzten ohne Grund? Nö? Aue darf Bochum also nicht ins Spiel kommen lassen, sondern muss den Pott-Kickern buchstäblich vors Schienbein treten.

"Hamburg war gut, Hamburg war schön. Aber jetzt steht die nächste Partie an. Wir müssen einfach so weitermachen. Die drei Punkte müssen bei uns bleiben. Die Spiele werden weniger, wir müssen", sagt Veilchen-Dauerläufer Philipp Riese.

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