Premiere für Wydra: Neuer Aue-Abwehrchef ragt heraus

Beifall für einen gelungenen Schachzug: Interimscoach Robin Lenk machte Dominik Wydra zum Abwehrchef.
Beifall für einen gelungenen Schachzug: Interimscoach Robin Lenk machte Dominik Wydra zum Abwehrchef.  © Picture Point/Roger Petzsche

Aue - Er war beim 1:1 in Braunschweig der beste Mann auf dem Platz. Als neuer Auer Abwehrchef machte Dominik Wydra so gut wie gar nichts falsch. Seine Zweikampf- und Passquote war beeindruckend. Vor allem, wenn man bedenkt, dass der Österreicher diese Position zum ersten Mal überhaupt gespielt hat.

Jedenfalls war es von Interimstrainer Robin Lenk ein gelungener Schachzug, Wydra zum Chef seiner alles in allem sehr gut funktionierenden Defensive zu machen. In den drei Partien zuvor spielte der 23-Jährige gar nicht oder im Mittelfeld, in Wiesbaden auch mal kurz außen in der Viererkette.

Er wurde quasi herumgeschoben - jetzt scheint Wydras Position gefunden.

"Ich hatte das schon länger im Kopf, konnte das jetzt für mich umsetzen. Dominik ist zweikampfstark, hat die Übersicht und auch den Körper dazu. Er hat das absolut klasse gelöst", so Lenk zu seiner Überlegung.

Dominik Wydra (l., hier gegen Suleiman Abdullahi) lieferte in Braunschweig eine starke Partie ab.
Dominik Wydra (l., hier gegen Suleiman Abdullahi) lieferte in Braunschweig eine starke Partie ab.

Zwei Tage vor dem Spiel hatte Wydra davon erfahren, was in Braunschweig auf ihn zukommen wird.

"Ich habe mich in der ersten Hälfte taktisch etwas umstellen müssen, aber es ging dann in der zweiten Halbzeit von Minute zu Minute besser. Ich habe ein paar gute Bälle abgelaufen und ein paar gute gespielt", analysiert er sein eigenes Spiel.

Als Wydra dann in den zweiten 45 Minuten, wie er selbst sagt, "drin war", verlor er keinen einzigen Zweikampf mehr, spielte keinen Fehlpass.

Zudem dirigierte er seine Nebenleute hervorragend. Die Eintracht hatte so nicht eine nennenswerte Torchance in diesem Abschnitt.

"So hat sich das der Trainer vorgestellt. Wir haben von hinten gut rausgespielt. Dann ist es für die vorn auch leichter, die Bälle zu verarbeiten", erklärt Wydra den Verzicht auf die weiten, hohen Bälle, die noch in den ersten Partien häufig zu sehen waren. Und nun heißt es nicht nur für ihn: weiter so!


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