Auf seine Stürmer kann sich Erzgebirge Aue verlassen

Dimitrij Nazarov (h.) traf im letzten Heimspiel gegen Nürnberg zum 2:0. Den Pass spielte Pascal Köpke.
Dimitrij Nazarov (h.) traf im letzten Heimspiel gegen Nürnberg zum 2:0. Den Pass spielte Pascal Köpke.  © Frank Kruczynski

Aue - War irgendwann in der Vorbereitung mal davon die Rede, dass der FC Erzgebirge ein Problem in der Offensive habe? Suchten die Verantwortlichen nicht händeringend nach einem Stoßstürmer? Warum nur? Die Angriffsreihe präsentiert sich derzeit als Sahnemalzer. Sechs der sieben bisher erzielten Tore gehen auf ihr Konto.

Zweimal Pascal Köpke, zweimal Dimitrij Nazarov, einmal Sören Bertram, einmal Cebio Soukou - alle vier Stürmer haben schon getroffen! Das ist wirklich bemerkenswert. So richtig platzte der Knoten mit dem Abgang von Thomas Letsch. Unter Interimscoach Robin Lenk blühte vor allem die Dreier-Reihe Köpke - Nazarov - Bertram auf. Vier der letzten fünf Buden gehen auf das Konto des Trios. "Das passt halt richtig gut", grinst Nazarov.

In der Tat ist es derzeit eine Freude, der Reihe zuzuschauen. Köpke und Nazarov harmonieren schon seit der Frühjahrsrunde prächtig, mit Bertram kam jetzt des fehlende Puzzleteil dazu.

Ein kongeniales Duo: Dimitrij Nazarov nimmt Pascal Köpke Huckepack. Beide trafen in der Saison schon je zweimal.
Ein kongeniales Duo: Dimitrij Nazarov nimmt Pascal Köpke Huckepack. Beide trafen in der Saison schon je zweimal.  © picture point/Sven Sonntag

Gerade der Treffer zum 2:0 in Ingolstadt untermauerte das. Nazarov schickte mit einem No-Look-Pass Köpke auf Reisen, der nahm den Kopf hoch, bediente völlig uneigennützig Bertram und Tor.

"Das ist genau das, was ich immer sage. Pascal und ich, wir verstehen uns blind", so "Dima". "Ich habe ihn nicht gesehen, weil zwei Gegenspieler davor standen. Aber ich wusste, dass er genau diesen Laufweg wählen wird. Daher habe ich den Ball dorthin gespielt."

Zwei Wochen zuvor gegen Nürnberg war es genau umgedreht. Da schickte Köpke seinen Partner mit einem ebenso starken Pass in die Tiefe. Daraus resultierte das vorentscheidende 2:0. "Das Verständnis ist da, die Wege sind klar. Gerade nach einem Ballgewinn weiß der einer, was der andere gleich vor hat. Das ist jetzt mit Sören noch besser geworden", schwärmt Köpke.

Apropos Köpke: Mit zwei Toren und drei Assists nach fünf Spieltagen ist er zusammen mit dem Kieler Dominick Drexler der beste Scorer der Liga. Das zeigt: Aue hat viel, aber definitiv kein Stürmerproblem.

Pascal Köpke schraubte sich gegen Nürnberg hoch und erzielte das 3:0. In Ingolstadt besorgte er das 1:0.
Pascal Köpke schraubte sich gegen Nürnberg hoch und erzielte das 3:0. In Ingolstadt besorgte er das 1:0.  © picture point/Sven Sonntag

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