Aue darf jetzt nicht den Kopf in den Sand stecken

Thomas Letsch grübelt nach zwei unnötigen Niederlagen, aber er will keine negativen Gedanken zulassen.
Thomas Letsch grübelt nach zwei unnötigen Niederlagen, aber er will keine negativen Gedanken zulassen.  © dpa/Sebastian Kahnert

Aue - Nach zwei Spieltagen ist Aue genau dort, wo es auf keinen Fall hin wollte - auf Platz 18. Auch wenn erst 180 Minuten in der Saison gespielt sind, wenn der FCE so weiter macht, wird es eng.

Hörte man nach dem 0:2 gegen Heidenheim genau hin, konnte man denken, es wurden Sätze aus dem Vorjahr gesprochen. Im Grunde konnte sich der FCE nicht erklären, warum verloren wurde.

"Wie schon gegen Düsseldorf war es so: Wir waren in jeder Statistik besser, außer bei den Toren und die zählen nunmal", sagte Trainer Thomas Letsch enttäuscht. Aue hat den Gegner phasenweise dominiert, aber kein Kapital daraus geschlagen.

Das ärgerte auch Torjäger Dimitrij Nazarov: "In der Liga geht es so eng zu, egal welche Mannschaft das ist. Da kommt es auf Kleinigkeiten an. Diesmal haben wir den Fehler gemacht, dann gehst du als Verlierer vom Platz", sagte er frustriert.

Die Großchance für Dimitrij Nazarov in der 2. Hälfte: Er zieht sechs Meter vor dem Tor vor Robert Strauß ab, trifft den Ball aber nicht voll.
Die Großchance für Dimitrij Nazarov in der 2. Hälfte: Er zieht sechs Meter vor dem Tor vor Robert Strauß ab, trifft den Ball aber nicht voll.  © picture point/Sven Sonntag

"Wir dürfen aber jetzt nicht den Kopf in den Sand stecken, es war eine Steigerung gegenüber Düsseldorf. Es wird eine knochenharte Saison, da kommt es auf jedes Detail an. Wir müssen es schaffen, die Details auf unsere Seite zu ziehen, sonst wird es eklig."

Der Torjäger freut sich, dass es morgen im DFB-Pokal schon weiter geht. Er hat mit seiner Truppe eine neue Chance, sich zu beweisen. In Wiesbaden zählt erst einmal nur das Weiterkommen, gut Fußball zu spielen ist im Moment völlig egal. Das sieht auch Thomas Letsch so. Der hat sich das Video von der Niederlage in Heidenheim nochmal angeschaut.

"Wir haben mehr richtig als falsch gemacht", hat er erkannt.

"Für mich gilt es jetzt, das Positive in den Vordergrund zu stellen. Wir haben bis zur Ampelkarte die Partie kontrolliert, waren dem zweiten Tor näher. Zu zehnt haben wir uns nicht clever angestellt, haben die falschen Entscheidungen getroffen", so Letsch.

Dass seine Kicker frustriert waren, kann der Trainer gut verstehen. "Aber mit ein bisschen Abstand können sie die Köpfe wieder hochnehmen. Es war ein gutes Spiel von uns. Mit diesem Wissen müssen wir in Wiesbaden antreten. Die Art und Weise, wie wir in Heidenheim gespielt haben, müssen wir wieder zeigen. Die war gut."

Nur erfolgreicher sollte sich bitteschön sein. Das wäre auch finanziell wichtig.

Am Ende war Enttäuschung pur bei Dimitrij Nazarov. Aue hat in Heidenheim Punkte verschenkt.
Am Ende war Enttäuschung pur bei Dimitrij Nazarov. Aue hat in Heidenheim Punkte verschenkt.  © picture point/Sven Sonntag

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