Mal wieder sucht Aue einen neuen Coach

Aller guten Dinge sind drei! Aus für Thomas Letsch (l.) und auch diesmal übernimmt Robin Lenk (r.). Mehr als drei Wochen wird er aber nicht das Sagen haben ...
Aller guten Dinge sind drei! Aus für Thomas Letsch (l.) und auch diesmal übernimmt Robin Lenk (r.). Mehr als drei Wochen wird er aber nicht das Sagen haben ...  © Picture Point / Roger Petsche

Aue - Stunde null beim FC Erzgebirge! Mal wieder! Zum dritten Mal allein im Jahr 2017 sucht Aue einen neuen Cheftrainer. Bis der gefunden ist wird Robin Lenk - wie schon nach dem Rauswurf von Falko Götz und dem Rücktritt von Pavel Dotchev - die Geschicke leiten. So wie es aussieht die kommenden beiden Partien bei Eintracht Braunschweig und gegen den 1. FC Nürnberg. Danach soll der vierte Neue des Jahres kommen.

"Es hat nicht gepasst und so ehrlich sollte man dann sein, sich das einzugestehen", sagte FCE-Präsident Helge Leonhardt zur Entscheidung, Thomas Letsch nach gerade einmal 270 Pflichtspielminuten zu entlassen.

Die schwache Vorbereitung ohne Sieg in einem wichtigen Testspiel, die drei Niederlagen zu Beginn, die mangelnde Umsetzung der Taktik von Trainer und Mannschaft sowie der emotionslose Auftritt des Team in Wiesbaden waren der Grund.

Nach dem Rücktritt von Pavel Dotchev (hint.) im Februar 2017 durtfe Robin Lenk erneut als Chef ran. Wieder nur für ein paar Tage
Nach dem Rücktritt von Pavel Dotchev (hint.) im Februar 2017 durtfe Robin Lenk erneut als Chef ran. Wieder nur für ein paar Tage  © picture point/Sven Sonntag

Gab es gegen Fortuna Düsseldorf (0:2) und den 1. FC Heidenheim (1:2) noch Lichtblicke, so war der Pokal-Auftritt beim SV Wehen Wiesbaden bodenlos.

Der erinnerte sehr an die 1:4-Klatsche im Februar gegen Dynamo Dresden (Tag24 berichtete).

Danach trat Pavel Dotchev vom Traineramt zurück. Nun zog der Verein lieber gleich selbst die Notbremse, ehe der Zug vollends an die Kellerwand kracht.

Der Auftritt in Hessen hat auch Boss Leonhardt den Rest gegeben. Den Trainer konnte er beurlauben, die Spieler nicht, aber:

"Sie sind jetzt absolut in der Pflicht. Sie haben kein Alibi mehr. Ich will jetzt Leistung sehen und Punkte, Punkte, Punkte, sonst ...", drohte der Boss doch Konsequenzen an.

Heißt: Sonst rappelt’s auch da im Karton!

Nachdem Falko Götz (r.) im September 2014 geschasst worden war, übernahm Robin Lenk (l.) erstmals das Zepter in Aue - für wenige Tage.
Nachdem Falko Götz (r.) im September 2014 geschasst worden war, übernahm Robin Lenk (l.) erstmals das Zepter in Aue - für wenige Tage.

Aber wie geht es jetzt weiter?

"Robin Lenk wird mit seinem Team die Mannschaft auf die Spiele in Braunschweig und gegen Nürnberg vorbereiten. Spätestens danach soll der Neue da sein. Er soll genügend Zeit bekommen, in der Länderspielpause die Mannschaft kennenzulernen", so Leonhardt.

Aber - und das steht fest - Letsch ist auch an der hohen Meßlatte Domenico Tedesco gescheitert. Dem hingen alle an den Lippen, der Funke sprang sofort über. Bei Letsch nicht. Aue darf nicht Tedesco 2.0 suchen.

Es gibt keinen neuen Tedesco. Aue hat genau das probiert, das ging fürchterlich in die Hose. Der FC Erzgebirge braucht jetzt einen erfahrenen Mann, der aus dem Spielermaterial eine Einheit formt, das ihm seine drei Vorgänger hinterlassen haben.

Das ist nicht einfach, aber machbar, denn: Qualität hat die Truppe.


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