9863 Aue-Fans! Bester Schnitt seit der Aufstiegssaison

Aue - 8350 Fans gegen Paderborn, 8100 gegen Duisburg, nur 7100 gegen Ingolstadt. Und trotzdem hat der FC Erzgebirge den besten Zuschauerschnitt seit Jahren. Ist das Derby gegen Dynamo ausverkauft, klettert der Schnitt auf über 10.000.

Hinter dem Fahnenschwenker ist es deutlich zu sehen. Oft bleiben viele, viele Plätze auf der Gegentribüne leer.
Hinter dem Fahnenschwenker ist es deutlich zu sehen. Oft bleiben viele, viele Plätze auf der Gegentribüne leer.  © picture point/Sven Sonntag

Bisher haben nach 13 Heimspielen der laufenden Spielzeit 128.217 Zuschauer den Weg ins Erzgebirgsstadion gefunden, macht im Schnitt 9863 Fans. Besser war er seit dem Aufstieg 2016 nicht. Das letzte Mal höher war er in der Saison 2010/11, als im Schnitt 10.255 Besucher kamen. Der beste mit 12818 Zuschauern stammt aus der Saison 2004/05. Das wird auch in dieser Spielzeit unantastbar bleiben.

In den Vorjahren war es die Baustelle, die eine höheren Schnitt verhinderte. Da passten nur 10000 ins Stadion. Jetzt ist die neue Arena seit über einem Jahr fertig und das macht sich buchstäblich bezahlt. "Klar, mehr könnten immer sein", sagt FCE-Geschäftsführer Michael Voigt.

"Aber wir sind damit zufrieden. Wir hatten in dieser Saison eine ausverkaufte Partie bisher gegen den HSV. Gegen Dresden wird es wieder so sein. Gegen Köln, Union, Magdeburg und St. Pauli waren wir nah dran."

Der Heimblock, die Fankurve ist immer voll, egal wie der Gegner heißt. Dort herrscht natürlich auch die beste Stimmung.
Der Heimblock, die Fankurve ist immer voll, egal wie der Gegner heißt. Dort herrscht natürlich auch die beste Stimmung.  © picture point/Sven Sonntag

Ein Grund, weshalb die Marke nicht immer über die 10.000 klettert, sind die Gegner. "Die großen Teams bringen immer zahlreiche Fans mit", so Voigt. Das macht dann schon etwas aus. Im September an einem Mittwochabend brachte der SV Sandhausen 23 handgezählte Anhänger mit. Auch aus Kiel kam nur wenige. Und genau das drückt den Schnitt. "Wir haben einen harten Kern von etwa 8000 Zuschauern. Viele fehlen, wenn wir zum Beispiel an einem Freitagabend spielen, wir sind halt eine Pendlerregion", erklärt der Geschäftsführer.

Dann kommt noch hinzu, dass sich einige Zuschauer die großen Spiele wie eben gegen Köln, Hamburg oder Dresden herauspicken - oder es ganz einfach von der Leistung der Mannschaft in den Spielen zuvor abhängig machen. Ein nicht zu vernachlässigender Punkt sind auch die Preise. Mit einer vierköpfigen Familie bist du an einem Spieltag schnell mal 100 Euro oder mehr los. Das können sich viele im Erzgebirge schlicht und einfach nicht leisten.

"Das stimmt. Wir achten bei der Preisgestaltung schon darauf, sind seit Jahren stabil. So preiswert wie bei uns kommen die Fans in den ersten drei Ligen eher nicht ins Stadion", so Voigt.

Einmal war das Stadion in dieser Saison bisher ausverkauft. Gegen den Hamburger SV kamen im November 16.000 Zuschauer.
Einmal war das Stadion in dieser Saison bisher ausverkauft. Gegen den Hamburger SV kamen im November 16.000 Zuschauer.  © picture point/Sven Sonntag

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