"Das ging mir nah!" Tiffert von FCK-Fans gefeiert

Die Auer Kicker hatten allen Grund, nach Spielschlussvor ihrem Fanblock zu feiern.
Die Auer Kicker hatten allen Grund, nach Spielschlussvor ihrem Fanblock zu feiern.  © Sven Sonntag

Aue - Das ging unter die Haut! Als Aues Oldie Christian Tiffert nach 84 Minuten auf dem Betzenberg völlig ausgepumpt ausgewechselt wurde, skandierten die Fans des 1. FC Kaiserslautern seinen Namen.

Die Christian-Tiffert-Sprechchöre waren lautstark zu hören. Sie huldigten ihrem Ex-Kapitän.

„Puuuuh“, schnaufte der 35-Jährige durch. „Ich habe schon so viele Spiele überall gemacht. Das hatte ich noch nicht. Das war beeindruckend, wenn du bei einem 0:2 aus deren Sicht gefeiert wirst. Ich hatte hier zwei schöne Jahre. Wenn ich das so höre, geht mir das schon sehr nah. Da kann ich nicht so viel falsch gemacht haben“, sagte er mit stockender Stimme. Bedanken konnte er sich für die Sprechchöre nicht. „Das ist das Ärgerlichste für mich an diesem Tag, dass ich nicht hingehen und mich dafür bedanken konnte. Ich musste mich darauf konzentrieren, dass ich mir beim Wechsel keinen Muskelfaseriss hole.“ Nach Abpfiff war es nicht mehr möglich, da die FCK-Anhänger ihr Team gellend auspfiffen.

Kaiserslautern - auf ewig wird Tiffert mit der Stadt und dem Verein verbunden sein: „Mein Sohn wurde hier geboren. Und das hat jetzt nichts mit unserem Sieg zu tun. Lautern ist mit einer der Vereine, dem ich nur Gutes wünsche.“

Mit dem Spiel seiner Mannschaft in der Pfalz war er sehr zufrieden. Für ihn war es die richtige Antwort auf die Niederlage gegen Kiel am letzten Freitag. Jetzt geht es morgen schon daheim weiter. Sandhausen kommt. Das wird eine Kraftfrage, auch für ihn: „Freitag, Dienstag fand ich gut für 35. Da klopfe ich mir mal auf die Schulter“, lachte er.

„Jetzt muss ich erstmal gucken, ob mir einer den Tennisball aus der Wade operiert. Aber ich möchte es mir selbst gern beweisen, dass es geht. Zudem haben wir auch einen Trainer, mit dem kann man sehr, sehr gut reden.“ Und der wird ihm sicher sagen, dass er gar nicht auf seinen Oldie verzichten kann.

Christian Tiffert (r.) bremste rustikal Lauterns Leon Guwara.
Christian Tiffert (r.) bremste rustikal Lauterns Leon Guwara.

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