Ärger wegen Freitagsspielen:„Da ruht der Stadionbau“

Geschäftsführer Michael Voigt (44) ärgert sich über die vielen Freitags-Partien der Veilchen.
Geschäftsführer Michael Voigt (44) ärgert sich über die vielen Freitags-Partien der Veilchen.  © Foto: Picture Point/Sven Sonntag

Aue - „Friday, i’m in love“? Nicht in Aue: Die Ansetzungen der DFL vom 8. bis 14. Spieltag haben, höflich formuliert, nicht zu Jubelschreien geführt. Von den kommenden fünf Heimspielen sind vier freitags oder mittwochs. 

Auch auswärts muss der FCE bis Ende November dreimal freitags ran.

„Wir müssen mit der DFL nochmal reden“, schnauft Geschäftsführer Michael Voigt durch. 

„Das war so nicht gewünscht von uns. Das ist von finanzieller Seite nicht gut für uns und vom Stadionbau her erst recht nicht“, ärgert sich der 44-Jährige über die vielen Freitags-Partien der „Veilchen“.

 „Es ist ja nicht von der Hand zu weisen: Am Wochenende kommen mehr Gästefans mit und auch mehr von uns. So können viele nicht kommen, weil wir eine Pendler-Region sind.“ Gerade die Heimpartien gegen Bochum (30. 9.) und Nürnberg (4. 11.) rochen eigentlich nach ausverkauft, Freitag wird es schwer.

Pavel Dotchev findet auch ein paar Vorteile an den Spielen unter der Woche.
Pavel Dotchev findet auch ein paar Vorteile an den Spielen unter der Woche.  © Foto: Picture Point/Sven Sonntag

Noch ärgerlicher für Voigt ist eigentlich der Stadionbau. 

„Wir verlieren einige Tage durch die Ansetzungen. Die Firmen können nicht sagen, wir arbeiten bis 14 Uhr, dann hören wir auf und es kann gespielt werden. So einfach ist das nicht. An den Spieltagen kann überhaupt nicht gearbeitet werden, weil die Vorbereitungen so lange dauern.

Das ist wirklich ein unglücklicher Fakt“, so Voigt. Allein bis Anfang November gehen so vier volle Arbeitstage verloren. Insgesamt sind es fünf, da auch gegen Sandhausen an einem Freitag gespielt wurde.

FCE-Trainer Pavel Dotchev kann die Beweggründe seines Geschäftsführer nachvollziehen. „Aus seiner Sicht und der der Fans absolut verständlich“, sagt der Coach.

„Aber vom Sportlichen her gibt es nicht Besseres als Partien unter Flutlicht. Das ist ein besonderes Flair. Ich habe als Spieler gern freitags gekickt, gewonnen und dann das ganze Wochenende für meine Familie gehabt“, lacht er.

So hat jede Medaille eben zwei Seiten...

Titelfoto: Daniel Unger


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