Philipp Riese: Von der Couch zurück auf den Rasen!

Diese gelbe Karte bescherte Philipp Riese (26) eine Zwangspause, am Wochenende darf er aber wieder spielen.
Diese gelbe Karte bescherte Philipp Riese (26) eine Zwangspause, am Wochenende darf er aber wieder spielen.

Von Thomas Nahrendorf

Aue - Vom Sofa zurück aufs Spielfeld! Philipp Riese (26) hat seine Gelb-Sperre abgebrummt und wird im Ostduell gegen Erfurt wieder zusammen mit Christian Tiffert die Doppel-Sechs geben.

Vorige Woche saß er im heimischen Wohnzimmer auf der Couch und schaute seinen Jungs in Rostock beim Kicken zu. Eine Grenzerfahrung, wie Riese lachend zugibt.

"Es gibt nichts Schlimmeres als zuzuschauen, wenn man lieber dabei wäre."

Doch sein Team hat es an der Ostsee nicht ganz so spannend gemacht. Schon Mitte der ersten Hälfte konnte sich Riese genüsslich zurücklehnen.

"Die Jungs haben mir ein super gefühl verschafft, in dem sie bei den schwierigen Bedingungen ein sehr gutes Spiel gemacht haben. Da war es dann leichter zu ertragen. Der Sieg hat mich froh gestimmt", schmunzelt der 26-Jährige.

Philipp Riese (26)  ist gegen Erfurt zurück in der Auer Mannschaft.
Philipp Riese (26) ist gegen Erfurt zurück in der Auer Mannschaft.

Er hat dann gleich zwei Auer Erfolge gesehen, denn tags zuvor war er live beim Sieg der EHV-Handballer gegen Coburg dabei.

Doch jetzt hat Riese genug vom Zuschauen, es geht zurück auf den Rasen. Für einen in Thüringen aufgewachsenen Mann sicher ein besonderes Spiel gegen Erfurt - oder?

"Nicht unbedingt, es wird ein völlig normales werden", sagt er nüchtern.

Emotionen will Riese gar nicht aufkommen lassen. "Das ist für mich nicht so wichtig."

Für ihn zählt mehr, morgen eine starke Partie abzuliefern. Das ist ihm und seiner Truppe in den letzten Wochen konstant gelungen.

"Wir müssen wieder guten Fußball spielen, den Gegner unter Druck setzen und hinten erstmal kein Gegentor bekommen."

16 Mal ist das Aue in dieser Saison schon gelungen, auch Riese hat daran seinen Anteil. Er gilt als Laufwunder, der immer wieder als Abfangjäger die Löcher stopft und der Abwehr so manchen Anteil abnimmt. Das wird auch morgen wieder nötig sein.

Erfurt steht war im Keller, gewann aber 2016 von fünf Spielen drei, unter anderem gegen Spitzenreiter Dynamo Dresden.

Fotos: Picture Point/ S. Sonntag


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