Von Effenberg ausgemustert: Geht er jetzt nach Aue?

Daniel Brückner wurde in Paderborn von Stefan Effenberg ausgemustert. Jetzt ist der Glatzkopf in Aue im Gespräch.
Daniel Brückner wurde in Paderborn von Stefan Effenberg ausgemustert. Jetzt ist der Glatzkopf in Aue im Gespräch.

Von Thomas Nahrendorf

Aue - Von Stefan Effenberg (47) sah er buchstäblich dessen berühmten Stinkefinger! In Paderborn wurde Daniel Brückner (34) vor einem Monat von „Effe“ ausgemustert. Jetzt steht er wohl vor einem Wechsel nach Aue.

„Er ist ja derzeit überall im Gespräch“, schmunzelt FCE-Sportdirektor Steffen Ziffert (51) auf Nachfrage. Mehr wollte er nicht sagen.

Doch nach MOPO24-Informationen fehlt bisher nur noch die Unterschrift. Sollte es damit noch klappen, dürfte Brückner am Dienstag mit im Flieger nach Side sitzen.

Am Sonntag war er bereits in der Chemnitz Arena und schaute beim Braustolzcup zu. Ein kleines Indiz, das für eine Verpflichtung spricht.

Brückner (l.) im Paderborner Trikot gegen Daylon Claasen (1860 München). Nach dieser Partie Ende November wurde er von Effenberg ausgemustert.
Brückner (l.) im Paderborner Trikot gegen Daylon Claasen (1860 München). Nach dieser Partie Ende November wurde er von Effenberg ausgemustert.

Ein Fakt ist, dass sich Aues jetziger Trainer Pavel Dotchev (50) und Brückner aus gemeinsamen Zeiten bei RW Erfurt und dem SC Paderborn bestens kennen.

Mit seinen 34 Jahren könnte Brückner, ein gebürtiger Rostocker, neben Christian Tiffert die zweite ordnende Hand im Auer Spiel werden. Die Erfahrung hat er.

Allein für die SpVgg Greuther Fürth und Paderborn spielte er 178 Mal in der 1./2. Bundesliga, erzielte 14 Tore.

Zuletzt agierte er beim SCP auf der linken Abwehrseite und als Innenverteidiger, seine angestammte Position ist aber das linke Mittelfeld - der Routinier ist also vielseitig einsetzbar.

Brückner, dessen Vater aus Algerien stammt, hat übrigens eine besondere, weil nicht angepasste Vita: In seiner Jugend flog er von der Schule, aus dem Verein, verkrachte sich mit seiner Mutter und lebte schließlich einige Zeit bei seiner Schwester.

Erst über den Fußball ging es wieder aufwärts. Er kam beim Hamburg-Eimsbütteler BC unter, wo er bis 2004 spielte. Danach ging er zu Werder Bremen II, eher er 2006 nach Erfurt wechselte - zu Pavel Dotchev...

Foto: dpa


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